TX Logistik erhöht die Frequenz auf ihrer Intermodalverbindung zwischen Duisburg und Mailand deutlich: Seit Jahresbeginn 2026 fahren je Richtung zehn Züge pro Woche, mit zwei Abfahrten pro Tag. Zuvor waren es sechs Umläufe pro Woche. Nach Angaben des Unternehmens ist die anhaltende Nachfrage im Warenaustausch zwischen Deutschland und Italien der Auslöser für die Aufstockung.
Pro Zug bis zu 1.600 Tonnen und 34 Ladeeinheiten
Auf der Relation zwischen Ruhrgebiet und Lombardei transportiert TX Logistik Konsumgüter und Waren aller Art. Pro Zug lassen sich 1.600 Tonnen verteilt auf 34 Ladeeinheiten in beide Richtungen befördern. Beim Umschlag gibt es laut TX Logistik keine Einschränkungen: Verladen werden Sattelauflieger, 30- und 45-Fuß-Container sowie 20- und 25-Fuß-Tankcontainer.
Mit NIK kommen auch nicht kranbare Sattelauflieger auf die Schiene
Auch nicht kranbare Sattelauflieger sollen problemlos auf die Schiene kommen, mithilfe des von TX Logistik entwickelten Umschlagsystems NIK (Neutral Intermodal Key, vormals Nikrasa). Damit könnten Trailer in rund zwei Minuten auf die Bahn gesetzt werden.
Terminalwechsel in Mailand: Smistamento statt Segrate
Für den Umschlag in Mailand steuert TX Logistik künftig nicht mehr Mailand Segrate, sondern das Terminal Mailand Smistamento (MIST und Messina) an. Der Wechsel soll höhere Rangierkapazitäten, mehr Kapazitäten im Vorbahnhof und damit eine schnellere Abwicklung sowie mehr Flexibilität ermöglichen. Ein Vorteil für Intermodalkunden des Unternehmens, das zur FS Logistix (FS Italiane Group) gehört.
Duisburg bleibt Drehscheibe: „Ziel Terminal“ im Hafenareal Hohenbudberg
In Duisburg bleibt das „Ziel Terminal“, an dem TX Logistik beteiligt ist, die zentrale Drehscheibe der Italien-Verbindung. Das Terminal liegt auf dem Areal des Duisburger Hafens in Hohenbudberg und verfügt über sieben Umschlaggleise mit jeweils 720 Meter Länge, zwei Rangiergleise sowie zwei Portalkräne für den Umschlag zwischen Straße und Schiene.
Mehr Kundennähe: eigene Disposition in Italien
Parallel baut TX Logistik die Kundenbetreuung in Italien aus: Erstmals wurde eine eigene Disposition eingerichtet, um die kulturelle und sprachliche Kundennähe zu stärken. Das Team mit drei Mitarbeitenden ist am Terminal Quadrante Europa angesiedelt und übernimmt die direkte Interaktion mit den Terminals. Die Frage ist nun: Reicht die zusätzliche Frequenz aus, um den steigenden Güterstrom zwischen Deutschland und Italien dauerhaft auf die Schiene zu ziehen? Denn spätestens seit dem Amtsantritt von Dirk Steffes als Chief Sales Officer (CSO) ist klar, dass TX Logistik weiter wachsen will.
In Kürze: die Key Facts
- Unternehmen: TX Logistik (Teil von FS Logistix / FS Italiane Group)
- Relation: Intermodal Duisburg ↔ Mailand
- Start der Erweiterung: seit Jahresbeginn 2026
- Frequenz neu: 10 Züge/Woche je Richtung; 2 Abfahrten/Tag
- Frequenz zuvor: 6 Umläufe/Woche
- Transportgut: Konsumgüter und Waren aller Art
- Kapazität je Zug: 1.600 t; 34 Ladeeinheiten
- Ladeeinheiten: Sattelauflieger; 30’/45’-Container; 20’/25’-Tankcontainer; auch nicht kranbare Trailer
- Umschlagtechnik: NIK (Neutral Intermodal Key, vormals Nikrasa); Verladung nicht kranbarer Trailer in ca. 2 Minuten
- Mailand-Terminal neu: Mailand Smistamento (MIST und Messina) statt Mailand Segrate
- Duisburg-Terminal: Ziel Terminal, Duisburger Hafen (Hohenbudberg); 7 Umschlaggleise à 720 m; 2 Rangiergleise; 2 Portalkräne
- Organisation Italien: eigene Disposition; Team (3 Personen) am Terminal Quadrante Europa
- Ziel: mehr Flexibilität und Planungssicherheit durch zusätzliche Kapazitäten (DE–IT Warenaustausch)






