"Schneller, als viele denken"

Spediteur Rainer Schmitt im Interview
„E-Lkw kommen schneller als viele denken“

Spediteur Rainer Schmitt hat bereits 50 Prozent seiner Flotte elektrifiziert. Im Interview erklärt er, warum der Hochlauf schneller kommt als erwartet – und wo die größten Hürden liegen.

Logistik Schmitt Fahrzeug
Foto: Logistik Schmitt

„Der Hochlauf geht schneller als viele denken“

trans aktuell: Herr Schmitt, Sie haben ein Zwischenziel erreicht – 50 Prozent des eigenen Fuhrparks sind elektrifiziert. Wie geht es weiter?

Rainer Schmitt: Bis Jahresende sollen es schon 60 Lkw sein. Das geht inzwischen relativ schnell und führt dazu, dass der Fuhrpark insgesamt wächst. Denn wir bekommen die Diesel-Lkw gerade schwer los und müssen sie bis zum Leasingende oder Verkaufsalter weiter halten, während gleichzeitig die Zahl der Elektro-Lkw wächst.

Irgendwann ist der Fuhrpark vollständig elektrisch. Bleibt ein "Notdiesel" als Ersatzfahrzeug?

Ja, an jedem Standort gibt es Dieselfahrzeuge in Altersteilzeit, also abbezahlte oder abgeschriebene Fahrzeuge. Die brauchen wir zwingend als Ersatz. Da ein E-Lkw in der Leasinghaltung etwa den Faktor 2,5 bis 3 mehr kostet, kann ich mir keinen elektrischen Standby-Fuhrpark leisten.

Sie sind dem Markt voraus, denn bislang sind die Neuzulassungen ja noch eher schleppend.

Der deutsche Markt verzeichnete zuletzt meines Wissens sieben bis acht Prozent Elektroanteil bei den Neuzulassungen – nicht vor langer Zeit waren es noch ein bis zwei Prozent. Wenn die richtigen Kaufanreize kommen, dauert es aus meiner Sicht höchstens noch zehn Jahre, bis die BEV-Neuzulassungen die Größenordnung der Diesel-Neuzulassungen erreichen. Bis 2030 könnte das durchaus erledigt sein. Der Ersatz der Gesamtflotte dauert natürlich länger.

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