Die Prodinger Gruppe treibt ihre Transformation voran und investiert kräftig in die eigene Logistik. In Bad Rodach entsteht gemeinsam mit Entwickler P3 ein neues Logistikzentrum mit rund 36.000 Quadratmetern Fläche. Für das oberfränkische Familienunternehmen ist das weit mehr als ein Neubau. Es ist ein klares Signal: Die Rolle als reiner Verpackungshändler reicht nicht mehr.
Vom Verpackungsgeschäft zur eigenen Logistik
Prodinger zählt zu den großen Fachhändlern für Transportverpackungen in Deutschland. Doch das Geschäftsmodell entwickelt sich weiter. Mit dem neuen Standort baut das Unternehmen gezielt seine Logistikkompetenz aus und rückt näher an seine Kunden heran. Das Ziel: schnellere Prozesse, bessere Verfügbarkeit und mehr Kontrolle über die Lieferkette.
36.000 Quadratmeter für Wachstum
Die neue Immobilie entsteht auf einer Greenfield-Fläche in Bad Rodach und wird exakt auf die Anforderungen von Prodinger zugeschnitten.
Die wichtigsten Eckdaten:
- rund 35.600 m² Gesamtfläche
- davon über 31.000 m² Logistikfläche
- flexible Aufteilung in mehrere Einheiten möglich
- Mietvertrag über zehn Jahre
Der Baustart markiert gleichzeitig eine Premiere für Entwickler P3: Es ist das erste Build-to-Suit-Projekt des Unternehmens in Deutschland.
Strategisch perfekt platziert
Der Standort ist kein Zufall. Bad Rodach liegt nur etwa 15 Kilometer vom Prodinger-Hauptsitz in Coburg entfernt. Gleichzeitig profitiert die Region von der direkten Anbindung an wichtige Autobahnen (A3, A6, A7, A73), der Nähe zur Metropolregion Nürnberg sowie ganz allgemein dem wachsenden Logistik- und Industriestandort in Nordbayern. Ein klassischer Logistik-Korridor, ideal für nationale und internationale Distribution.
Nachhaltigkeit und Effizienz im Fokus
Die neue Anlage soll nicht nur größer, sondern auch deutlich moderner werden.
Geplant sind unter anderem:
- Photovoltaikanlage (1 MWp)
- E-Ladeinfrastruktur
- energieeffiziente LED-Technik
- BREEAM-Zertifizierung „Excellent“
Mit einer Hallenhöhe von zwölf Metern wird die Immobilie zudem auf maximale Effizienz im Betrieb ausgelegt.
Start ist 2027 mit einer klaren Mission
Der Mietbeginn ist für Herbst 2027 geplant. Bis dahin entsteht ein Standort, der die Logistikstruktur von Prodinger grundlegend verändern dürfte. CEO Markus Ettlin spricht von einem „wichtigen Meilenstein“. Und tatsächlich geht es um mehr: Die Logistik wird zum zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie.
Signalwirkung für die Branche
Das Projekt zeigt exemplarisch, wohin sich viele Mittelständler entwickeln:
- Weg vom reinen Handel
- Hin zu integrierten Logistiklösungen
- Näher an den Kunden und deren Lieferketten
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Investition ein deutliches Zeichen. Auch aus regionaler Sicht wird das Projekt positiv bewertet: Es stärkt den Wirtschaftsstandort Coburg und unterstreicht die Bedeutung Nordbayerns als Logistikregion.
Einordnung: Mehr als nur ein Neubau
Die Kombination aus:
- maßgeschneiderter Immobilie
- langfristigem Mietvertrag
- strategischem Ausbau der Logistik
macht das Projekt zu mehr als einem klassischen Hallenneubau. Es ist ein Transformationsschritt vom Verpackungsspezialisten hin zum integrierten Logistikplayer.






