Im Dezember 2025 verzeichnete das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) im Sektor Verkehr und Lagerei 251 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften. Von diesen Firmenpleiten waren nach Angaben des Instituts rund 1.300 Beschäftigte betroffen. Damit setzt sich der seit Monaten anhaltende Belastungstrend in der Branche weiter fort.
Gesamtjahr 2025 mit 2907 Verfahren
Auf das Gesamtjahr 2025 hochgerechnet registrierte das IWH in diesem Wirtschaftsbereich 2.907 Insolvenzen. Insgesamt gingen damit 12.600 Arbeitsplätze verloren. Wie Prof. Dr. Steffen Müller, Leiter der Insolvenzforschung am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), gegenüber eurotransport erklärt, handelt es sich bei den betroffenen Betrieben überwiegend um sehr kleine Unternehmen. Entsprechend fällt die Zahl der betroffenen Beschäftigten pro Insolvenzfall im Durchschnitt vergleichsweise gering aus.
Firmenpleiten in Deutschland auf Rekordstand
Deutschlandweit meldete das IWH für 2025 insgesamt 17.604 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften – den höchsten Stand seit dem Jahr 2005. Rund 170.000 Arbeitsplätze waren davon betroffen. Besonders im Verkehrs- und Logistiksektor zeigt sich damit, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen weiterhin vor allem kleinere Marktteilnehmer treffen.
Frühindikatoren deuten weiteren Anstieg an
Das Institut erhebt zudem eigene Frühindikatoren, die dem Insolvenzgeschehen um zwei bis drei Monate vorauslaufen. Diese sind zuletzt weiter angestiegen. Für das erste Quartal 2026 rechnet das IWH daher mit anhaltend hohen Insolvenzzahlen auch im Bereich Verkehr und Lagerei.





