Andreas Schmid Group wächst in Gersthofen

Mehr Umschlagkapazitäten im Süden
Andreas Schmid Group wächst in Gersthofen

Die Andreas Schmid Group hat ihr Europaterminal in Gersthofen bei Augsburg erweitert. Die Umschlagkapazität steigt auf 6.000 Sendungen täglich und potenziell auf rund 1,5 Mio. Sendungen im Jahr.

Die Logistikhalle der Andreas Schmid Group ist mit 11.500 m² eines der größten Terminals in Süddeutschland.
Foto: Andreas Schmid Group

Die Andreas Schmid Group hat den Anbau an ihrem Europaterminal in Gersthofen bei Augsburg fertiggestellt. Die Fläche des Umschlagterminals am Stammsitz des Unternehmens wächst einer Mitteilung zufolge um 44 Prozent – von 8.000 auf 11.500 Quadratmeter. Die tägliche Umschlagkapazität steige um 1.000 Sendungen auf 6.000 Sendungen. Im Jahr könnten daher künftig rund 1,5 Mio. Sendungen umgeschlagen werden.

Mehr europäische Linien für das deutsche Stückgutnetzwerk

Als Grund für den Neubau nennt Andreas Schmid Kapazitätsengpässe zu den Saisonspitzen im Frühjahr in den vergangenen Jahren. Eine alte Logistikhalle wurde daraufhin abgerissen, sodass Platz für den Neubau entstand. Die Bauarbeiten begannen im März 2024, die Inbetriebnahme erfolgte schrittweise. Mit dem nun fertigen Terminal, das über 162 Tore verfügt, könne der Logistiker weitere europäische Linien an das deutsche Stückgutnetzwerk anschließen.

Nachhaltiges Logistikterminal mit Photovoltaik und Wärmepumpe

„Die neuen Kapazitäten ermöglichen eine noch schnellere und zuverlässigere Abfertigung unserer Sendungen auf hohem Qualitätsniveau – ein klarer Vorteil für unsere Kunden. Gleichzeitig schafft der Neubau für unsere Fahrerinnen und Fahrer sowie das Hallenpersonal ein deutlich angenehmeres Arbeitsumfeld“, sagt Konrad Wenninger, Geschäftsführer der Andreas Schmid Internationalen Spedition. Als Beispiel nennt er die Fußbodenheizung im Terminal. Neue Sanitäranlagen würden den Komfort ebenfalls steigern.

Das Unternehmen setzt auf eine nachhaltige Bauweise: Auf dem gesamten Hallendach befinde sich eine Photovoltaikanlage, die das Terminal mit Strom versorgt. Eine Grundwasserwärmepumpe sorge für die Wärmegewinnung.

Zentrale Umschlagbasis im IDS-Gebiet mit europäischen Direktlinien

Das Terminal in Gersthofen sei die zentrale Umschlagbasis für alle Stückgutsendungen im IDS-Gebiet der Andreas Schmid Group und Plattform für europaweite Verkehre. Von dort laufen täglich Verbindungen nach Italien und Österreich und zum Beispiel regelmäßig Direktlinien nach Malta, Rumänien, Polen, Tschechien und Serbien.

„Das Terminal ist in Größe, Modernität und der Professionalität der Abläufe einzigartig in Süddeutschland. Nicht zuletzt haben mich die starke Marktposition von Andreas Schmid im deutschen Stückgutmarkt und die durch den Neubau eröffneten Wachstumschancen im internationalen Markt überzeugt, die Position anzutreten“, sagt Thomas Schledorn, seit Januar Mitglied des Vorstands bei Andreas Schmid.