Die Geis Gruppe schafft erstmals die Position eines Chief Information Officer (CIO) und bündelt damit die IT-Verantwortung für die gesamte Unternehmensgruppe. Zum 1. Januar 2027 übernimmt Thomas Pentza die neu geschaffene Rolle. Bereits ab Juli 2026 wird er Mitglied des Geis Executive Boards. Hinter der Personalie steckt mehr als eine organisatorische Veränderung. Geis reagiert damit auf eine Entwicklung, die derzeit viele Logistikunternehmen beschäftigt: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Cybersecurity werden zunehmend zu strategischen Erfolgsfaktoren.
Warum IT in der Logistik immer wichtiger wird
Logistikdienstleister verwalten heute riesige Mengen an Daten. Transportmanagement, Lagersteuerung, Sendungsverfolgung, Kundenportale, Zollprozesse und KI-Anwendungen müssen zunehmend miteinander vernetzt werden. Je internationaler ein Unternehmen aufgestellt ist, desto größer wird die Herausforderung, unterschiedliche Systeme und Prozesse zusammenzuführen. Genau an diesem Punkt setzt Geis an. Künftig sollen die IT-Organisationen in Deutschland, Zentral- und Osteuropa sowie bei Quehenberger Logistics enger zusammenarbeiten.
KI und Digitalisierung rücken stärker in den Fokus
Nach Angaben des Unternehmens sollen insbesondere Digitalisierung und Künstliche Intelligenz weiter vorangetrieben werden. Dafür will Geis Kompetenzen bündeln, gemeinsame Standards etablieren und Technologie-Entscheidungen stärker koordinieren. Gleichzeitig sollen die einzelnen Landesgesellschaften und Geschäftsbereiche weiterhin nah an den operativen Anforderungen ihrer Märkte bleiben. Für die Logistikbranche ist das ein wichtiger Trend. Immer mehr Unternehmen versuchen derzeit, Insellösungen zu reduzieren und ihre Datenplattformen für Automatisierung und KI-Anwendungen vorzubereiten.
Einheitliche Standards für internationale Netzwerke
Mit der neuen Struktur verfolgt Geis mehrere Ziele gleichzeitig. Neben einer einheitlichen IT-Strategie sollen Governance-, Compliance- und Risikomanagementprozesse gruppenweit harmonisiert werden. Gleichzeitig verspricht sich das Unternehmen Vorteile durch einen intensiveren Wissensaustausch zwischen den IT-Teams. Gerade in internationalen Logistiknetzwerken können gemeinsame Standards dazu beitragen, Prozesse schneller auszurollen und Innovationen effizienter umzusetzen.
CIO-Rolle erstmals auf Gruppenebene
Die neue Position wird mit einem Manager aus den eigenen Reihen besetzt. Thomas Pentza leitet seit Oktober 2023 die IT in Deutschland und verantwortete dort bereits die organisatorische und fachliche Weiterentwicklung. Künftig soll er die gruppenweite IT-Ausrichtung koordinieren und die Rolle der Technologie als Treiber für Innovation und Effizienz weiter stärken.
Fazit: Logistik wird zunehmend datengetrieben
Die Entscheidung zeigt, wie stark sich die Prioritäten in der Branche verändern. Während früher Fahrzeuge, Standorte und Netzwerke im Mittelpunkt standen, gewinnen heute Daten, Automatisierung und digitale Plattformen immer stärker an Bedeutung. Für Logistikdienstleister wird die Fähigkeit, IT-Strukturen international zu harmonisieren und KI-Anwendungen produktiv einzusetzen, zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Mit der Einführung eines gruppenweiten CIO setzt Geis genau an dieser Stelle an.
In Kürze: die Key Facts
- Unternehmen: Geis Gruppe
- Neue Position: Chief Information Officer (CIO)
- Neuer CIO: Thomas Pentza
- Amtsantritt: 1. Januar 2027
- Executive Board: Mitglied ab Juli 2026
- Zuständigkeit: Gesamte IT der Geis Gruppe
- Regionen: Deutschland, Zentral- und Osteuropa sowie Quehenberger Logistics
- Schwerpunkte: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, IT-Governance
- Ziel: stärkere Vernetzung der IT-Kompetenzen
- Maßnahmen: Gemeinsame Standards, Compliance, Risikomanagement und Technologie-Entscheidungen
- Unternehmenssitz: Bad Neustadt an der Saale
- Kernaussage: Geis macht Digitalisierung und KI zur gruppenweiten Führungsaufgabe






