ITZ-H2 Standort Bayern neu: BMV finanziert Aufbau in Pfeffenhausen

Neues ITZ-H2 in Niederbayern
BMV unterstützt Wasserstofftechnik in Bayern

Das Bundesministerium für Verkehr treibt den Ausbau der Wasserstofftechnologie weiter voran. In Pfeffenhausen entsteht ein neues Innovations- und Technologiezentrum mit Fokus auf Verkehrsanwendungen. Welche Aufgaben der Standort künftig übernehmen soll.

Close up of an industrial "H2" fuel storage tank with a hydrogen power plant background symbolizing the transition to net zero emissions by 2050
Foto: Adobe Stock - john

Das Bundesministerium für Verkehr hat Förderbescheide über 54 Millionen Euro für den Aufbau eines Innovations- und Technologiezentrums Wasserstoff in Pfeffenhausen übergeben. Die Mittel fließen in den Aufbau einer Entwicklungsinfrastruktur, mit der Wasserstofftechnologien gezielt aus der Forschung in industrielle Anwendungen überführt werden sollen.

Entwicklungsumgebung für Wasserstoff

Am Standort in Pfeffenhausen ist der Aufbau einer umfassenden Labor- und Testumgebung vorgesehen. Dazu zählen spezialisierte Wasserstofflabore, verschiedene Test- und Prüfstände sowie ein Wasserstoffverflüssiger. Die Infrastruktur soll es ermöglichen, Komponenten und Systeme unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln.

Anwendungen im Verkehr im Fokus

Das Wasserstoff Technologie-Anwenderzentrum legt seinen Schwerpunkt auf Anwendungen im Schwerlastverkehr sowie in der Urban Air Mobility. Geplant sind unter anderem Prüfstände für Gesamtfahrzeuge, die Entwicklung von Tanks und Betankungssystemen sowie Arbeiten an Wasserstoff-Verbrennungsmotoren und dem Einsatz von Flüssigwasserstoff.

Unterstützung für Industrie und Start-ups

Das Zentrum richtet sich gezielt an kleine und mittelständische Unternehmen, Start-ups sowie an die Zulieferindustrie. Sie sollen Zugang zu Test-, Prüf- und Zertifizierungsmöglichkeiten erhalten, um Wasserstofftechnologien schneller zur Marktreife zu bringen und industrielle Anwendungen vorzubereiten.

Forschung und regionale Erzeugung

Begleitet wird der Standort durch einen Forschungsverbund der Hochschulen Ingolstadt, Regensburg und Landshut. Zusätzlich ist vorgesehen, grünen Wasserstoff aus einem benachbarten Elektrolyseur zu nutzen. Die Bundesmittel stammen aus dem Deutschen Aufbau- und Resilienzplan und werden über europäische Programme bereitgestellt.