Die HGK-Gruppe hat 2025 operativ stabil gearbeitet, muss unter dem Strich aber ein deutlich negatives Ergebnis ausweisen. Der Umsatz der konsolidierten Gesellschaften stieg um 2,7 Prozent auf 646,7 Millionen Euro. Das Gruppenergebnis rutschte jedoch auf minus 14,1 Millionen Euro. Hauptgrund ist eine Wertberichtigung im Zusammenhang mit der Beteiligung RheinCargo. Bereinigt um diesen Einmaleffekt lag das Ergebnis nach Steuern laut HGK bei 16,5 Millionen Euro. Das EBIT betrug 20,5 Millionen Euro, die EBIT-Marge 3,3 Prozent.
Kerngeschäfte liefern stabil
Trotz geopolitischer Spannungen, schwacher Konjunktur, Infrastrukturproblemen und Fachkräftemangel erreichten oder übertrafen die HGK-Geschäftsbereiche ihre Ziele. Besonders stabil entwickelte sich HGK Shipping. Auch fünf Jahre nach der Eingliederung in die Gruppe lag das Ergebnis erneut über Plan. HGK Logistics & Intermodal bestätigte die positive Entwicklung des Vorjahres. Auch Infrastructure & Maintenance sowie Real Estate trugen zu einem positiven EBIT bei.
RheinCargo bleibt Belastungsfaktor
Deutlich schwieriger verlief das Jahr für RheinCargo. Die Beteiligung schloss 2025 klar negativ ab. Neben der schwachen Konjunktur belasteten laut HGK vor allem strukturelle Engpässe in der öffentlichen Schieneninfrastruktur Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit. Vor diesem Hintergrund nahm die HGK-Gruppe eine Wertberichtigung des Beteiligungsbuchwerts vor. Genau dieser Sondereffekt überlagerte die stabile operative Entwicklung der übrigen Geschäftsbereiche.
Digitalisierung und KI im Fokus
Strategisch arbeitet die HGK weiter an ihrer Entwicklung zur integrierten, intermodalen Logistikgruppe. Im Mittelpunkt stehen trimodale Lösungen aus einer Hand, eigene Assets und mehr Steuerungsfähigkeit über verschiedene Verkehrsträger hinweg. Auch Digitalisierung spielt eine größere Rolle. Bei HGK Shipping wurde ein Pilotprojekt für eine unternehmenseigene KI-Anwendung vorangetrieben. Ziel ist es, Prozesse effizienter zu gestalten und Entscheidungen zu beschleunigen. Im Niehler Hafen entstand im Rahmen des Förderprogramms DigiTest zudem erstmals in Deutschland eine vollständig digitale Erfassungsinfrastruktur für Warenein- und -ausgänge über alle Verkehrsträger hinweg.
HGK richtet Organisation neu aus
Für die kommenden Jahre setzt die HGK auf widerstandsfähigere Lieferketten und eine engere Verzahnung ihrer Leistungen. Hintergrund sind dauerhafte Veränderungen in Wirtschaft und Handel, darunter ein steigender Importanteil. Die Gruppe will sich organisatorisch neu aufstellen, um Kunden integrierte Supply-Chain-Lösungen effizienter anbieten zu können. Ende 2025 beschäftigte die HGK-Gruppe rund 2.700 Beschäftigte – mit steigender Tendenz.
In Kürze: die Key Facts
- Unternehmen: HGK-Gruppe
- Geschäftsjahr: 2025
- Umsatz: 646,7 Millionen Euro
- Umsatzplus: 2,7 Prozent
- Gruppenergebnis: minus 14,1 Millionen Euro
- Bereinigtes Ergebnis nach Steuern: 16,5 Millionen Euro
- EBIT: 20,5 Millionen Euro
- EBIT-Marge: 3,3 Prozent
- Belastungsfaktor: Wertberichtigung bei RheinCargo
- Stabile Bereiche: Shipping, Logistics & Intermodal, Infrastructure & Maintenance, Real Estate
- Strategische Themen: Integration, Digitalisierung, KI, Infrastruktur, resiliente Lieferketten
- Mitarbeitende: rund 2.700







