Hellmann automatisiert Lager mit Exotec

Hellmann setzt auf Exotec-Roboter
Automatisierung in der Kontraktlogistik

Wie reagiert Hellmann auf steigende Cut-off-Zeiten und Fachkräftemangel? Mit einem globalen Rahmenvertrag für Robotiklösungen von Exotec. Ein erstes Projekt im Healthcare-Bereich startet.

Im Hellmann-Lager bringen Roboter die Regale zum Menschen
Foto: Hellmann Worldwide Logistics/Exotec

Hellmann Worldwide Logistics treibt die Automatisierung seiner Kontraktlogistik weltweit voran und setzt dabei auf Robotik von Exotec. Beide Unternehmen haben einen globalen Rahmenvertrag unterzeichnet. Ziel: skalierbare Goods-to-Person-Lösungen für moderne, hochdynamische Lagerstrukturen. Ein erstes Projekt im Healthcare-Bereich ist bereits gestartet, weitere Standorte sollen folgen.

Rahmenvertrag für globale Lagerautomatisierung

Mit der strategischen Partnerschaft reagiert Hellmann auf wachsende Anforderungen in der Intralogistik. Steigende Kundenerwartungen, variierende Lieferversprechen und immer spätere Cut-off-Zeiten erhöhen den Druck auf Lagerprozesse. Gleichzeitig verschärft der Fachkräftemangel den Handlungsbedarf. Die Lösung: modulare Robotiksysteme von Exotec, die als durchgängige Goods-to-Person-Fulfillment-Struktur implementiert werden.

Goods-to-Person statt Kommissionierstress

Im Zentrum steht ein vollständig automatisierter Warenfluss:

  • Wareneingang mit Qualitätsprüfung
  • Automatische Einlagerung durch autonome Roboter
  • Dynamische Lagerhaltung
  • Permanente Hochleistungs-Auslagerung
  • Extrem kurze Durchlaufzeiten

Die Systeme sind skalierbar aufgebaut und lassen sich flexibel an volatile Mengenstrukturen anpassen.

Healthcare als Pilotbranche

Das erste gemeinsame Projekt realisieren Hellmann und Exotec für einen führenden deutschen Healthcare-Anbieter.

Gerade im Healthcare-Segment gelten besonders hohe Anforderungen an:

  • Liefergeschwindigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Prozesssicherheit
  • Späte Bestell- und Cut-off-Zeiten

Hier soll der komplette Lagerprozess vom Wareneingang bis zum Versand als automatisierter Goods-to-Person-Workflow abgebildet werden.

Strategischer Hebel für die Kontraktlogistik

„In einem volatilen Marktumfeld spielen Flexibilität und kurzfristige Skalierbarkeit eine zunehmend wichtige Rolle“, sagt Volker Sauerborn, COO Contract Logistics bei Hellmann. Auch Exotec sieht die Kooperation als strategischen Meilenstein. Markus Schlotter, Managing Director Central Europe bei Exotec, spricht von maßgeschneiderten und zukunftssicheren Lösungen für dynamische Kundenprojekte.

Einordnung für die Branche

Mit dem globalen Rahmenvertrag positioniert sich Hellmann klar im Wettbewerb um automatisierte Kontraktlogistik. Während viele 3PL-Anbieter noch auf Teilautomatisierung setzen, verfolgt Hellmann einen End-to-End-Ansatz.

Für die Branche bedeutet das:

  • Stärkere Standardisierung
  • Höhere Skalierbarkeit
  • Verbesserte Resilienz
  • Entlastung von Mitarbeitenden
  • Höhere Service-Level

Automatisierung wird damit vom reinen Effizienzprojekt zum strategischen Differenzierungsfaktor.

In Kürze: die Key Facts

  • Unternehmen: Hellmann Worldwide Logistics
  • Partner: Exotec
  • Art der Vereinbarung: Globaler Rahmenvertrag
  • Technologie: Goods-to-Person-Fulfillment
  • Systemtyp: Skalierbare Robotik für Intralogistik
  • Erstes Projekt: Healthcare-Logistik in Deutschland
  • Ziel: End-to-End-Automatisierung der Kontraktlogistik
  • Nutzen: Skalierbarkeit, kurze Durchlaufzeiten, späte Cut-offs
  • Branchentrend: Automatisierung gegen Fachkräftemangel
  • Strategische Bedeutung: Globale Standardisierung von Lagerprozessen