Emissionen langfristig reduzieren

Nachhaltigkeit bei HHLA
Grüne Transformation an der Kaikante

Der Logistikkonzern HHLA will bis 2040 vollständig klimaneutral produzieren. Jan Hendrik Pietsch, Leiter Nachhaltigkeit bei der HHLA, erläutert im Interview, wie das Unternehmen unter der Strategie „Balanced Logistics“vorgeht.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Hamburger Hafen und Logistik steht unter dem Leitmotiv "Balanced Logistics". Können Sie das genauer erläutern?

Jan Hendrik Pietsch: Dahinter steht ein ganzheitlicher Ansatz, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, ökologische Verantwortung und gesellschaftliche Aspekte in Einklang zu bringen. Ziel ist es, nachhaltige Logistiklösungen zu entwickeln, die sowohl effizient als auch klimafreundlich sind. Vor dem Hintergrund zunehmender klimatischer Herausforderungen hat die HHLA die zentralen Handlungsfelder ‚Klimaschutz und Energieeffizienz‘ sowie ‚Klimafreundliche Logistikketten‘ definiert. Im Fokus stehen dabei die Reduktion der absoluten CO2-Äquivalente, die kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz sowie ein wachsender Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix.

Bis 2030 will die HHLA die CO2-Emissionen um mindestens 50 Prozent senken und bis 2040 klimaneutral produzieren. Wie ist der aktuelle Stand?

Konkret sollen die absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 um mindestens 50 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2018 gesenkt werden. Bis 2040 strebt das Unternehmen Klimaneutralität in diesen Emissionskategorien an. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich die HHLA auf einem guten Weg befindet: Im Berichtsjahr 2025 lagen die Scope-1- und marktbasierten Scope-2-Emissionen bei 94.164 Tonnen CO2e. Das entspricht einem Rückgang von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und insgesamt einer Reduktion von 44,7 Prozent seit 2018. Damit bestätigt sich der positive Trend der vergangenen Jahre, und die Zielerreichung bis 2030 liegt im Plan.

Wie soll dieses Ziel erreicht werden?

Zur weiteren Reduktion der Emissionen setzt die HHLA auf eine Kombination aus technologischer Innovation und strukturellen Veränderungen. Dazu zählen insbesondere die konsequente Elektrifizierung von Prozessen, in denen bislang fossile Energieträger eingesetzt werden, sowie der Ausbau energieeffizienter Technologien. Konkrete Beispiele sind unter anderem die Umstellung auf batteriebetriebene Automated Guided Vehicles, oder AGV, am Container Terminal Burchardkai, der Einsatz neuer, hybrider Van Carrier am Container Terminal Tollerort, die Modernisierung der Lok- und Waggonflotten bei unserem Bahn-Tochter Metrans sowie die vollständige Umstellung auf elektrische Zugmaschinen am Container Terminal Altenwerder. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, den Energieverbrauch zu senken und Emissionen nachhaltig zu reduzieren.

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