Eco Performance Award (EPA) 2026

Eco Performance Award (EPA) 2026
Jetzt nachhaltige Ideen einreichen

Bis zum 30. Juni für den Eco Performance Award (EPA) 2026 bewerben – welche Konzepte und Ideen die Jury überzeugen. Im Fokus stehen in diesem Jahr Zero-Emission-Lösungen sowie Energiesouveränität und Resilienz.

Sustainable green energy and carbon reduction network concept Parse. Green energy network supports sustainability, reduces carbon emissions, and promotes renewable resources Parse
Foto: Adobe Stock - InfiniteFlow

Die heiße Phase hat begonnen – nicht nur angesichts der bald anstehenden sommerlichen Temperaturen. Noch bis zum 30. Juni können sich Unternehmen, die innovative nachhaltige Konzepte entwickelt haben, für den Eco Performance Award (EPA) 2026 bewerben. In diesem Jahr stehen die Bereiche Zero-Emission-Lösungen sowie Energiesouveränität und Resilienz im Mittelpunkt. Die Jury prüft die Kurzbewerbungen und lädt auf dieser Basis zu einer Vollbewerbung bis zum 31. August ein.

Straßengüterverkehr schrittweise klimaneutral gestalten

„Die Auswahl der diesjährigen Schwerpunktthemen spiegelt die größten strategischen Herausforderungen wider, mit denen die Branche derzeit konfrontiert ist“, sagt Dr. Ludwig Häberle, Jury-Präsident und Projektmanager bei Logistics Advisory Experts, auf Nachfrage von trans aktuell. Mit dem Schwerpunktthema Zero-Emission-Lösungen adressiere die Jury die Notwendigkeit, den Straßengüterverkehr schrittweise klimaneutral zu gestalten. Dabei gehe um wirksame, ganzheitliche Konzepte zur Emissionsreduktion. „Wir wollen als Jury bewusst den Raum für eine Bewerbung schaffen, die einen besonders großen Hebel hat“, sagt Häberle.

Eigene Energieversorgung

Energiesouveränität und Resilienz hätten als Stoßrichtung massiv an strategischer Bedeutung gewonnen. Wer zukünftig laut Häberle in der Lage ist, die eigene Energieversorgung wirtschaftlich, verlässlich und möglichst unabhängig zu gestalten, verbessert seine eigene Wettbewerbsfähigkeit und trägt zur Stabilität von Lieferketten bei. Die Jury sei sehr gespannt, inwieweit der Schwerpunktbereich Energiesouveränität und Resilienz in den Bewerbungen aufgenommen werde oder gar im Zentrum stehe.

Toll Collect erstmals Unternehmens-Konsortialpartner

„Der EPA bietet eine wichtige Plattform, um nachhaltige Lösungen im Straßengüterverkehr sichtbar zu machen und den Austausch innerhalb der Branche zu fördern“, sagt Stephan Kösling, Leiter Stabsstelle Unternehmensentwicklung bei dem Mautbetreiber Toll Collect gegenüber trans aktuell. Als Juror schätze er besonders die Möglichkeit, innovative Ansätze kennenzulernen und ihre Wirkung gemeinsam mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden zu bewerten. Toll Collect engagiert sich laut Kösling seit Jahren in der EPA-Jury und seit diesem Jahr zusätzlich als Unternehmens-Konsortialpartner.

Fortschritte und Zukunftsperspektive eines Projekts

Der EPA betrachte bereits erreichte Fortschritte ebenso wie die Zukunftsperspektive eines Projekts. „Gerade in der Logistik erfordern nachhaltige Innovationen oft erhebliche Investitionen und lange Entwicklungszeiten, weshalb vielversprechende Vorhaben häufig noch in einer frühen Phase stehen“, sagt Kösling. Hinter einer Vision müssten ein glaubwürdiger Plan und erste nachweisbare Schritte erkennbar sein. „Besonders spannend ist für die Jury zu sehen, wie Unternehmen aus Erfahrungen lernen, ihre Konzepte weiterentwickeln und langfristig Wirkung entfalten.“

Potenziale für mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen bieten laut Kösling die Umstellung auf emissionsfreie Antriebe, Themen wie erneuerbare Energieerzeugung, Energiespeicherung und Ladeinfrastruktur sowie die Digitalisierung.

Elektromobilität in der Breite

Matthias Jung, Teamlead Motion+ bei R+V Allgemeine Versicherung, sieht die Elektromobilität in der Breite in der Branche ankommen. „Die entscheidende Frage lautet aus meiner Sicht nicht mehr, ob sich Elektromobilität durchsetzen wird, sondern wie schnell es gelingt, die wirtschaftlich sinnvollen Anwendungsfälle zu identifizieren und umzusetzen“, sagt Jung, der seit 2024 Mitglied der EPA-Jury ist, gegenüber trans aktuell.

Ein zweiter großer Trend sei die Künstliche Intelligenz (KI), wobei er hier insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen noch erhebliches Potenzial erkennt. Dabei sollte KI laut Jung nicht ausschließlich als Instrument zur Effizienzsteigerung verstanden werden. „Viel spannender ist die Frage, welche repetitiven und nicht wertschöpfenden Tätigkeiten künftig automatisiert werden können und wie die dadurch freiwerdenden Ressourcen genutzt werden, um das Unternehmen weiterzuentwickeln und neue Geschäftsmodelle zu erschließen.“

Stärkere Zusammenarbeit innerhalb der Branche

Zudem plädiert das Jury-Mitglied für eine stärkere Zusammenarbeit innerhalb der Branche: „Viele Herausforderungen – etwa bei Energie, Infrastruktur oder Flächennutzung – lassen sich gemeinsam besser lösen als isoliert.“ Die erfolgreichsten Unternehmen werden laut Jung künftig diejenigen sein, denen es gelingt, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander zu verbinden.

Bewerbern rät er: „Machen Sie es der Jury leicht.“ Weniger erfolgreiche Bewerbungen würden sich häufig dadurch auszeichnen, dass sehr viele Unterlagen eingereicht werden, ohne dass erkennbar sei, worin die eigentliche Innovation besteht. Bei erfolgreichen Bewerbungen hingegen sei der Kern der Idee sofort verständlich. In den vergangenen Jahren haben ihn häufig mittelständische und familiengeführte Unternehmen beeindruckt. „Am Ende überzeugen die Bewerbungen, die ein echtes Problem lösen und dabei die richtige Balance zwischen Nutzen, Aufwand und technologischer Machbarkeit finden“, so Jung.

Der Eco Performance Award (EPA)

  • Der EPA ist eine Initiative führender Verbände im Straßengüterverkehr: Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), DSLV Bundesverband Spedition & Logistik, Bundesverband für Eigenlogistik & Verlader (BWVL), Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKEP) sowie der Schweizer Verbände ASTAG und SpedLogSwiss.
  • 2026 gibt es die drei Award-Kategorien Unternehmen mit Fuhrpark, Start-up und Innovation. Die zwei übergeordnete Themenschwerpunkte sind Zero-Emission sowie Energiesouveränität & Resilienz.
  • Der EPA 2026 wird im Rahmen des Zero Emission Summit (ZES) am 18. November bei Schaeffler in Bühl verliehen. Die Eco Performer – also die Gewinner – erhalten eine hochwertige Trophäe, eine Urkunde, ein Siegel sowie eine PR-Kampagne.

Teilnahmebedingungen

  • Klare Bezugnahme auf die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie & Soziales).
  • Obligatorischer Bezug zum Straßengüterverkehr erkennbar.
  • Teilnehmende haben eine Geschäftsstelle in Europa. Die eingereichten Konzepte und Projekte müssen in der Praxis zumindest als Pilot umgesetzt worden sein.