Eco Performance Award 2026: Jetzt bewerben

Eco Performance Award 2026
Jetzt bewerben und Eco Performer werden

Die Bewerbungsphase für den Eco Performance Award 2026 startet! Was der Preis bei den Gewinnern 2025 – Bear-Machines, Spedition Elflein und Dachser – bewirkt hat.

EPA 2025, Spedition Elflein
Foto: Thomas Küppers

Der Eco Performance Award (EPA) geht in die nächste Runde. Unternehmen, die innovative nachhaltige Konzepte entwickelt haben, die Ökologie, Ökonomie und soziales Handeln vereinen und damit zum Vorbild für die gesamte Transport- und Logistikbranche werden, sind ab sofort dazu aufgerufen, sich zu bewerben. Bis zum 30. Juni können sie das Online-Formular auf der Website www.ecoperformanceaward.com für die Kurzbewerbung ausfüllen.

Zero-Emission-Lösungen sowie Energiesouveränität & Resilienz

In diesem Jahr werden laut Dr. Ludwig Häberle, Jury-Präsident und Projektmanager bei Logistics Advisory Experts, die Schwerpunktebereiche Zero-Emission-Lösungen sowie Energiesouveränität & Resilienz ausgerufen. Die Jury prüft die Kurzbewerbungen und lädt auf dieser Basis zu einer Vollbewerbung bis zum 31. August ein. Die feierliche Verleihung des EPA 2026 findet im Rahmen des Zero Emission Summit am 18. November in Bühl statt.

Bear-Machines hat 2025 in der Kategorie Innovation gewonnen

„Nehmt die Gelegenheit wahr und bewerbt euch“, rät Josef Warmeling, Gesellschafter von Bear-Machines und Geschäftsführer des Bear-Machines-Vertriebspartners Axxcelerate, potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern. Das Start-up Bear-Machines aus Heek (Nordrhein-Westfalen) hat den EPA 2025 in der Kategorie Innovation gewonnen. Den Preis erhielt das Team für Bear-Cut, eine halbautomatische Maschine für das Nachprofilieren von Lkw-, Trailer- und Busreifen. Die Technologie mache Flotten wirtschaftlicher und nachhaltiger.

EPA steigert die Bekanntheit

„Die Preisverleihung während des DEKRA Zukunftskongresses Nutzfahrzeuge hat die Bekanntheit von Bear-Machines in der Branche deutlich gesteigert“, sagt Warmeling gegenüber trans aktuell. Der EPA sorgt aber nicht nur für Aufmerksamkeit, sondern verleihe der Technologie auch Glaubwürdigkeit. „Der Sieg von Bear-Machines zeigt, dass auch kleine Unternehmen mit einer guten Idee und einer Lösung für die zentralen Herausforderungen der Branche, nämlich wirtschaftliche Effizienz und Nachhaltigkeit von Flotten zugleich zu verbessern, eine realistische Chance auf den Sieg haben“, sagt Warmeling. Potenzielle Bewerber müssten ihre Erfolge jedoch belastbar belegen können – und den Rat der Expertenjury nutzen, um die Bewerbung entsprechend zu optimieren.

Weiterentwicklung und Expansion geplant

Wie geht es nach dem Sieg für Bear-Machines weiter? Auf der Reifenmesse The Tire Cologne im Juni will das Start-up Bear-Cut erstmals dem Fachpublikum vorstellen. Bear-Cut soll zudem technisch verbessert und die Produktion nach oben gefahren werden. Nach Frankreich und Italien kommen Kunden aus weiteren europäischen Ländern hinzu.

Spedition Elflein siegte mit „The Driving Force in Logistics“

In der Kategorie Mittelstand siegte 2025 die Spedition Elflein aus Bamberg mit dem Konzept „The Driving Force in Logistics“. Der Logistikdienstleister will bis 2034 CO2-neutral werden, der CO2-Ausstoß soll jährlich um 7,5 Prozent sinken. Die Jury bewertete Langstreckenfahrten mit Elektro-Lkw ohne Zwischenladen, ein emissionsfreies BEV-Shuttle für Hochvoltbatterien sowie ein vollständig fossilfreies Logistikzentrum in Leipzig als herausragend.„CO2-Neutralität ist für uns keine Vision, sondern gelebte Realität – mit E-Lkw, Bio-LNG, HVO und CO2-freien Standorten“, sagt Stefanie Kotschenreuther, Geschäftsführerin Vertrieb und Marketing bei Elflein gegenüber trans aktuell.

Neue Bewerber brauchen Mut und Durchhaltevermögen

„Der Award macht deutlich: Nachhaltige Logistik funktioniert schon heute und motiviert somit alle Beteiligten, gemeinsam noch mehr zu bewegen“, sagt Kotschenreuther.
Neuen Bewerbern rät sie zu Mut und Durchhaltevermögen, und manchmal auch zu der Freiheit, „alles über den Haufen zu werfen und neu zu denken“. Es gehe nicht um große Worte, sondern darum wirklich etwas zu ändern. „Der Bewerbungsbogen ist aufwendig, was auch zeigt, dass sich die Mühen lohnen, wenn man diesen gut und organisiert ausfüllt“, sagt die Geschäftsführerin.

In diesem Jahr plant Elflein den Kauf neuer Elektro- und Bio-LNG-Lkw. In Bamberg entsteht ein Standort für CO2-neutrale Logistik inklusive Lademöglichkeiten für E-Lkw, die sogenannte Elflein Zero Emission Unit. „Es geht nicht nur um Effizienz, wir wollen einen echten Unterschied machen. Dabei muss alles wirtschaftlich bleiben, damit wir konsequent weiter auf unser Ziel, der CO2 Neutralität, hinarbeiten können.“

Dachser verfolgt langfristige Dekarbonisierungsstrategie

Mit „Dachser ePower“ verfolgt der Logistikdienstleister Dachser mit Sitz in Kempten seit mehr als zehn Jahren eine Strategie zur Dekarbonisierung der Logistik – und hat dafür 2025 in der Kategorie Großunternehmen den EPA gewonnen.

In Freiburg, Malsch und Hamburg befinden sich E-Mobility-Forschungsstandorte. Aktuell fahren rund 200 batterieelektrische Nutzfahrzeuge für Dachser, die an über 800 Ladepunkten Strom tanken. 25 Innenstädte beliefert der Logistiker emissionsfrei. „Der EPA hat dazu beigetragen, im Unternehmen und bei unseren Kunden die Aufmerksamkeit auf das wichtige Thema des Klimaschutzes in der Logistik und bei Dachser hochzuhalten“, sagen Andre Kranke, Head of Corporate Research & Development und Christoph Hagenmaier, Team Leader Sustainability Consulting & Management Climate Protection Portfolio bei Dachser.

Großer Zuspruch für die prämierten Klimaschutzmaßnahmen

Das Gewinnerteam berichtet von großem Zuspruch für die prämierten Klimaschutzmaßnahmen. „In der aktuellen wirtschaftlichen Lage honorieren Kunden eine Klimaschutzstrategie mit klaren Prinzipien, nachprüfbaren Maßnahmen und langfristiger Wirkung“, so Kranke und Hagenmaier. In diesem Jahr will Dachser weitere Klimaschutzmaßnahmen im europäischen Netzwerk umsetzen.

Der Eco Performance Award (EPA)

  • Der EPA ist eine Initiative führender Verbände im Straßengüterverkehr: Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), DSLV Bundesverband Spedition & Logistik, Bundesverband für Eigenlogistik & Verlader (BWVL), Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKEP) sowie der Schweizer Verbände ASTAG und SpedLogSwiss.
  • 2026 gibt es die drei Award-Kategorien Unternehmen mit Fuhrpark, Start-up und Innovation. Die zwei übergeordnete Themenschwerpunkte sind Zero-Emission sowie Energiesouveränität & Resilienz.
  • Der EPA 2026 wird im Rahmen des Zero Emission Summit (ZES) am 18. November bei Schaeffler in Bühl verliehen. Die Eco Performer – also die Gewinner – erhalten eine hochwertige Trophäe, eine Urkunde, ein Siegel sowie eine PR-Kampagne.

Teilnahmebedingungen

  • Klare Bezugnahme auf die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie & Soziales).
  • Obligatorischer Bezug zum Straßengüterverkehr erkennbar.
  • Teilnehmende haben eine Geschäftsstelle in Europa. Die eingereichten Konzepte und Projekte müssen in der Praxis zumindest als Pilot umgesetzt worden sein.