DPD Deutschland hat in Kaiserslautern ein neues Depot offiziell eröffnet und den Standort nach rund zehn Monaten Bauzeit in Betrieb genommen. Das Paketsortierzentrum in der Von-Miller-Straße soll die Zustellung in der Westpfalz stabilisieren und Zustellradien verkürzen. Am Standort sind künftig rund 130 Beschäftigte vorgesehen.
Sortiertechnik: Cross-Belt-Anlage mit digitale Erfassun und vorausschauender Wartung
Herzstück der Anlage ist eine besonders leise arbeitende Cross-Belt-Sortieranlage, die laut DPD bis zu 5.500 Pakete pro Stunde verarbeiten kann. Die Sortierung erfolgt digital über Handrückenscanner, wodurch zusätzliche Etikettierungen entfallen sollen. Zudem überwacht DPD die Fördertechnik technisch, um vorausschauende Wartung zu ermöglichen und die Betriebssicherheit zu erhöhen. DPD-Deutschland-CEO Karsten Schwarz bezeichnet den neuen Standort als Baustein zur Modernisierung des Netzes: Das Depot stärke die regionale Präsenz und schaffe eine technologische Basis für eine „nachhaltige Logistik der Zukunft“, sagt Schwarz.
Nachhaltigkeit: Wärmepumpen, PV-Anlage mit 650 kWp und vorbereitete Ladepunkte
Auch beim Energie- und Flächenkonzept setzt DPD auf Effizienz. Halle und Verwaltungsgebäude werden über Wärmepumpen beheizt und gekühlt. Eine Photovoltaikanlage mit circa 650 kWp Leistung soll einen großen Teil des Energiebedarfs decken, Gründächer sind zur Klimaanpassung vorgesehen. Für die Elektrifizierung der Flotte sind laut DPD 60 Ladepunkte für Pkw, Sprinter und Lkw vorbereitet. Der Anteil elektrisch betriebener Zustellfahrzeuge am Standort soll schrittweise steigen.
Investor und Bau: Skipiol Immobilien, Bremer Süd als Generalunternehmer
Investor des Projekts ist Skipiol Immobilien. Geschäftsführerin Gabriele Skipiol hebt die regionale Wirkung hervor: Das Grundstück sei optimal genutzt und liege nahe am Autobahnanschluss. Als Generalunternehmer verantwortete Bremer Süd den Bau. Projektleiter Thomas Behnisch spricht von einer termingerechten schlüsselfertigen Realisierung innerhalb von zehn Monaten.
Wirkung für die Region: kürzere Laufzeiten, zusätzliche Jobs im Zustellnetz
Mit dem Depot verbessere DPD die logistische Abdeckung in Rheinland-Pfalz, stabilisiere Laufzeiten und verkürze Zustellradien. Profitieren sollen Privat- sowie Gewerbe- und Industriekunden. Neben den rund 130 direkten Arbeitsplätzen im Depot rechnet DPD mit zusätzlichen Stellen durch das erweiterte Zustellnetz. Zusammen mit bestehenden Standorten in Saarbrücken und Mannheim soll der neue Knotenpunkt die Region Westpfalz als Logistikstandort stärken.







