Das Dortmunder Tech-Unternehmen Loopario – bislang unter dem Namen Logistikbude bekannt – digitalisiert nach eigenen Angaben das Ladungsträgermanagement der Fiege-Gruppe. Zum Start führt Loopario sein Load Carrier Management System (LCMS) für die Reifengestelle des Logistikdienstleisters ein.
4,7 Millionen Ladungsträger digital erfassen
Bei dem Familienunternehmen Fiege mit Sitz im westfälischen Greven sind demnach insgesamt rund 4,7 Millionen Ladungsträger im Umlauf. Sie werden nun nach und nach komplett digital abgebildet. Das gilt auch für sämtliche Prozesse.
Nach der ersten Projektphase sollen ab dem zweiten Quartal 2027 schrittweise alle Ladungsträger in das LCMS integriert werden. „Uns hat der ganzheitliche Ansatz des LCMS überzeugt: Loopario bildet das gesamte Ladungsträgermanagement ab. Hinzu kommen die ausgewiesene Expertise des Teams und die Reife der Lösung“, sagt Oliver Hüttermann, Director Business Administration Transport bei Fiege.
LCMS bündelt Daten aus verschiedenen Systemen
Fiege mit 131 Standorten in 15 Ländern verfügt über ein breites Spektrum an Ladungsträgern von Europaletten, Gitterboxen und H1-Paletten über kundenspezifische Sonderladungsträger bis zu Gestellen für die Reifenlogistik. Die zugehörigen Informationen fließen bislang in verschiedene Systeme. Das LCMS von Loopario führe die Informationen künftig zusammen und verknüpfe die operativen Ladungsträgerbewegungen mit ihrer wirtschaftlichen Bewertung.
Fiege will Wirtschaftlichkeit im Palettenbereich verbessern
Der Logistiker benennt die Ziele durch die Kooperation mit Loopario:
- Fiege will alle Paletten- und Ladungsträgerbewegungen regelmäßig und vollständig kaufmännisch bewerten, also die eigene Gewinn- und Verlustrechnung für den Palettenbereich mit einem ganzheitlichen Ansatz optimieren.
- Der Automatisierungsgrad soll steigen.
- Die Service-Leistung in Richtung der eigenen Kunden soll ausgebaut und qualifiziert werden.
Seit November 2025 untersuchen Fiege und Loopario gemeinsam die bestehenden Prozesse. Im Juli 2026 folgte der operative Projektstart. Bis einschließlich Oktober 2026 wollen die beiden Unternehmen die bisherigen Prozesse erfassen, relevante Informationen zusammenführen und die Abläufe weiter standardisieren.






