Contargo steigt bei Cargo-Center-Graz ein

Contargo investiert in Graz
Contargo beteiligt sich an Cargo-Center-Graz

Contargo beteiligt sich zur Hälfte an der Cargo-Center-Graz Logistik. Die Partnerschaft stärkt Ganzzugsverkehre zu den Adriahäfen und bindet Graz an das Contargo-Netz an.

Robert Brugger, Geschäftsführer CCGL und Andreas Mager, Head of Contargo Intermodal Solutions am Cargo Terminal in Graz
Foto: Contargo

Mit dem Einstieg bei der Cargo-Center-Graz Logistik (CCGL) baut Contargo seine Präsenz im Alpen-Adria-Raum strategisch aus. Zum 1. Januar 2026 hat das Container-Logistikunternehmen 50 Prozent der Geschäftsanteile an der CCGL übernommen. Ziel der Partnerschaft ist es, die Schienenanbindung zwischen Süddeutschland, Österreich, den Adriahäfen und Südosteuropa deutlich zu stärken.

Die CCGL mit Sitz am Cargo Terminal Graz fungiert als zentrale operative Plattform für intermodale Verkehre. Sie organisiert Ganzzüge zu den Südhäfen und zurück, koordiniert Lkw-Vor- und Nachläufe ab Graz und übernimmt die vollständige Disposition der Verkehre. Für Contargo bedeutet der Einstieg vor allem eine strategische Erweiterung des eigenen Netzwerks in Richtung Koper und weiterer Adriahäfen.

Ganzzugsysteme als Rückgrat der Zusammenarbeit

Aktuell betreibt die CCGL mehrere feste Rundläufe, darunter eine wöchentliche Verbindung Koper–Bilk–Enns–Koper sowie vier wöchentliche Rundläufe zwischen Koper und Graz. Ab 2026 soll dieses Angebot auf sechs wöchentliche Umläufe ausgeweitet werden. Hinzu kommen zwei Rundläufe zwischen Graz und Enns. Neben Containern sollen künftig auch Trailer über diese Relationen transportiert werden. „Vom Austausch und der Bündelung unserer Kompetenzen werden Contargo und CCGL gleichermaßen profitieren“, sagt Andreas Mager, Head of Contargo Intermodal Solutions (rechts im Bild). Im Fokus stehe eine nachhaltige, leistungsfähige Anbindung der deutschen Industrie an Österreich, die Adriahäfen und den südosteuropäischen Wirtschaftsraum.

Graz wird Teil des Contargo-Netzwerks

Ein zentraler Schritt der Kooperation ist die geplante Bahnanbindung der Drehscheibe Graz an das Contargo-Netzwerk. Noch in diesem Jahr soll zunächst eine Verbindung in die Region Frankfurt-Wörth realisiert werden. Damit erhalten Verlader und Spediteure eine direkte Schienenanbindung von Süddeutschland über Graz zu den Adriahäfen – ein Angebot, das insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Nachhaltigkeitsanforderungen an Bedeutung gewinnt.

Auch CCGL-Geschäftsführer Robert Brugger (links im Bild) sieht in der Beteiligung einen wichtigen Wachstumsschritt: Mit Contargo als Partner gewinne das Unternehmen nicht nur Marktzugang, sondern auch operative Erfahrung im Aufbau internationaler intermodaler Netzwerke. Geplant ist, weitere Adriahäfen an Graz anzubinden und das regionale Dienstleistungsportfolio auszubauen.

Strategische Bedeutung für den Kombinierten Verkehr

Die Beteiligung unterstreicht den Trend zur stärkeren Verzahnung von Terminal-, Bahn- und Speditionskompetenz im kombinierten Verkehr. Graz positioniert sich damit weiter als logistischer Knotenpunkt im Alpen-Adria-Raum, während Contargo seine Rolle als integrierter Anbieter im europäischen Hinterlandverkehr ausbaut.