Drei Viertel (76 Prozent) der Logistikunternehmen in Deutschland nutzen teilweise digitale Frachtbriefe (eCMR). Zu diesem Ergebnis kommt der Digitalverband Bitkom, der für eine Umfrage zum digitalen Frachtbrief 502 Logistikunternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt hat. Die Umfrage fand in den Kalenderwochen 26 bis 31 statt.
Nur 7 Prozent nutzen ausschließlich digitale Frachtbriefe
Der digitale Frachtbrief erleichtert die Kommunikation zwischen Verladern, Transportunternehmen und Empfängern, da Informationen elektronisch bereitgestellt und ausgetauscht werden können.
Allerdings nutzen nur sieben Prozent der befragten Unternehmen diese digitale Variante ausschließlich. 32 Prozent nutzen überwiegend digitale Frachtbriefe. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) setzt sie vereinzelt ein. 22 Prozent nutzen den digitalen Frachtbrief demnach gar nicht.
Verbreitung des eCMR stagniert seit 2022
Die Nutzung des digitalen Frachtbriefs stagniert damit seit 2022. Vor vier Jahren setzten 77 Prozent der befragten Logistikunternehmen teilweise auf die digitale Lösung. Immerhin haben 13 Prozent die Einführung konkret geplant – 2022 waren es noch sechs Prozent. Weitere sieben Prozent denken über den Einsatz digitaler Frachtbriefe grundsätzlich nach.
Mehr Unternehmen wollen Pflicht
Mehr als die Hälfte der Logistikunternehmen (54 Prozent) wollen den digitalen Frachtbrief zur Pflicht machen. 2022 waren es noch 47 Prozent. Für den Praxiseinsatz gibt es Verbesserungsbedarf: 45 Prozent fehlen einheitliche Standards für digitale Frachtbriefe. Rund ein Drittel berichtet von Akzeptanzproblemen bei Zollmitarbeitenden sowie bei Fahrerinnen und Fahrern.
„Der digitale Frachtbrief ist in der Logistik längst angekommen, aber noch nicht überall zum Standard geworden. Vielerorts laufen digitale und papierbasierte Abläufe weiterhin nebeneinander – das kostet Zeit und macht Prozesse unnötig kompliziert“, sagt Paul Hannappel, Logistik-Experte beim Bitkom.






