Fressnapf eröffnet neues Logistikzentrum

Automatisierte Logistik in Nörvenich
Fressnapf eröffnet neues Logistikzentrum

Der Heimtierhändler Fressnapf nimmt das Logistikzentrum in Nörvenich (Nordrhein-Westfalen) in Betrieb. Der Standort soll zur zentralen Drehscheibe für das E-Commerce-Geschäft in Europa werden.

Mit einem feierlichen Festakt hat Europas führender Heimtierhändler Fressnapf sein neues Logistikzentrum in Nörvenich offiziell eröffnet.
Foto: Fressnapf

Fressnapf hat in Nörvenich ein neues E-Commerce-Logistikzentrum eröffnet und baut damit seine internationale Distributionsstruktur aus. Der Standort des Unternehmens mit Sitz in Krefeld soll demnach zur zentralen Drehscheibe für das E-Commerce-Geschäft in Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und perspektivisch auch in den Niederlanden werden. An der Eröffnung nahmen Hendrik Wüst MdL, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, und Nörvenichs Bürgermeister Dr. Timo Czech teil.

Investition von 80 Millionen Euro

Der Heimtierhändler hat nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Jahren rund 80 Millionen Euro in den E-Commerce-Standort investiert. Die Grundfläche misst rund 140.000 Quadratmeter, das Logistikzentrum rund 72.000 Quadratmeter. Zum Start können rund 40.000 Pakete am Tag verschickt werden. Die Kapazität lasse sich auf 60.000 Pakete erhöhen.

Bis zu 800 Arbeitsplätze geplant

In der ersten Ausbaustufe entstehen nach und nach bis zu 500 Arbeitsplätze im Zwei-Schicht-Betrieb. Der langfristige Personalbedarf könnte bei bis zu 800 Arbeitsplätzen liegen.

Das Herzstück der Anlage bilde ein AutoStore-System mit zunächst 260 Robotern, 120.000 Behältern und einer Systemfläche von 7.000 Quadratmetern. Hinzu kommen Behälter- und Paletten-Fördertechnik, Shuttle-Systeme und ein automatisches Sortiersystem.

Nachhaltigkeit nach DGNB-Platinstandard

Das Logistikzentrum ist nach dem DGNB-Platinstandard zertifiziert, die Beheizung erfolge ausschließlich über moderne Wärmepumpentechnik. Eine Photovoltaikanlage mit bis zu 5,4 MW Leistung trage zur Stromversorgung bei. Dachbegrünung mit Regenwassersammlung und Insektenhotels sowie Ladestationen für Pkw und Fahrräder sowie ergonomisch gestaltete Arbeitsstationen ergänzen demnach die nachhaltige Ausrichtung.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst gibt Startschuss für einen der modernsten Logistikstandorte Europas – bis zu 500 neue Arbeitsplätze für die Region.
Fressnapf

Von links: Christian Buschmann (Vice President Logistics Engineering & Real Estate der Fressnapf-Gruppe), Dr. Ralf Nolten (Landrat Düren), Daniel Behlert (COO bei Fressnapf), Torsten Toeller (Fressnapf-Gründer), Hendrik Wüst (Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen), Dr. Timo Czech (Bürgermeister von Nörvenich), Andy Busch (Standortleiter von Fressnapf in Nörvenic).

Bekenntnis zum Standort Deutschland

„Dieses Logistikzentrum ist mehr als ein Lager. Es ist ein Bekenntnis zum Standort Deutschland, zu unseren Mitarbeitenden und zu unserem Wachstumskurs. Wir haben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewusst investiert, weil wir an die Zukunft dieses Landes glauben“, sagte Torsten Toeller, Gründer und Mehrheitseigentümer der Fressnapf-Gruppe bei der Eröffnung.

„Mit dem neuen E-Commerce-Logistikzentrum von Fressnapf ist in Nörvenich ein moderner und hochinnovativer Standort entstanden, der eindrucksvoll zeigt, wie sich das Rheinische Revier aus eigener Stärke heraus neu erfindet“, sagte Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen.