Speditionen brauchen gesunde Fahrer, damit Touren sicher und zuverlässig laufen. „Die Gesundheit von Fahrerinnen und Fahrern ist kein weiches und zusätzliches Thema. Sie ist eine Voraussetzung für einen reibungsfreien und sicheren Güterkraftverkehr“, sagte Wolfgang Laske, Mitglied der Geschäftsführung der BG Verkehr, beim Symposium „Gesundheit im Blick“ in Hamburg. Geschäftsführung und Disposition können viele Belastungen im eigenen Betrieb verringern.
Belastungen der Fahrer erkennen
Wie stark die Arbeit viele Fahrer fordert, zeigen Daten aus der European Working Conditions Survey 2024. Der Arbeitswissenschaftler Yorghos Apostolopoulos stellte sie beim Symposium vor. Demnach fühlten sich 47,5 Prozent der Befragten durch Wochenendarbeit belastet, 17,1 Prozent durch Nachtarbeit und 22,8 Prozent psychisch. Nur 24 Prozent hatten keine der untersuchten Beschwerden. Dazu zählten Erschöpfung, Schlafstörungen, Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparats und psychische Erkrankungen. 12,5 Prozent litten an mindestens drei Krankheiten. 14,4 Prozent wollten den Fahrerberuf innerhalb der folgenden zwölf Monate aufgeben. Apostolopoulos warnte davor, dass gesundheitliche Probleme den Fahrermangel weiter verschärfen könnten. Spediteure sollten deshalb prüfen, welche Belastungen im eigenen Betrieb entstehen. Fehlende Autobahnparkplätze oder Verzögerungen beim Kunden können sie nicht verhindern. Sie können aber vermeiden, dass die Disposition knappe Zeitfenster zusätzlich verschärft.
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