Amazon Supply Chain Services (ASCS) heißt das neueste Angebot des US-Konzerns - und es richtet sich an Unternehmen auch außerhalb der eigenen Plattform. Im Kern bietet der US-Konzern ihnen Zugang zu Teilen seines globalen Logistiknetzwerks. Das Angebot richtet sich laut Amazon an Unternehmen unterschiedlicher Größe und aus verschiedenen Branchen – darunter Einzelhandel, Industrie, Gesundheitswesen und Automobilwirtschaft. Mit ASCS stellt Amazon erstmals seine bestehenden Kapazitäten in den Bereichen Frachttransport, Lagerhaltung, Fulfillment und Paketzustellung umfassend auch externen Kunden zur Verfügung. Bislang nutzten vor allem Händler auf dem Amazon-Marktplatz die Logistikservices des Konzerns.
Angebot richtet sich auch an Industriekunden
Nach Angaben des Unternehmens haben in den vergangenen drei Jahren bereits Hunderttausende Amazon-Verkäufer das Netzwerk genutzt, um Waren außerhalb des Amazon-Shops zu transportieren, zu lagern und auszuliefern. Nun soll das Angebot für weitere Unternehmen geöffnet werden – von kleinen Händlern bis hin zu internationalen Industrieunternehmen. Laut Amazon gehören etwa der US-Konzern Procter & Gamble, 3M, sowie Land's End schon zu den neuen Kunden, die ASCS nutzen. Laut Amazon setzen die Unternehmen die Dienstleistungen unterschiedlich ein: Procter & Gamble transportiert Rohstoffe und Fertigwaren über Amazons Frachtnetzwerk, während 3M Produktions- und Distributionslogistik darüber abwickelt. Lands’ End nutzt Amazons Lagerbestände für kanalübergreifende Bestellungen, und American Eagle Outfitters setzt auf das Paketnetzwerk des Konzerns für die Zustellung von Online-Bestellungen.
Kunden profitieren von skalierbaren und technologiegestützten Lieferkettenlösungen
Peter Larsen, Vice President von Amazon Supply Chain Services, erklärte, das Unternehmen wolle seine über Jahre aufgebaute Logistikinfrastruktur ähnlich verfügbar machen, wie dies zuvor mit der Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) geschehen sei. Ziel sei es, Unternehmen Zugang zu skalierbaren und technologiegestützten Lieferkettenlösungen zu ermöglichen. Amazon hatte in den vergangenen Jahrzehnten weltweit ein umfangreiches Netzwerk aus Transport-, Lager- und Zustellstrukturen aufgebaut. Dazu zählen Frachtlösungen zu Land, zu Wasser und in der Luft sowie ein eigenes Zustellsystem für Pakete. Mit der Öffnung dieser Infrastruktur für externe Kunden erweitert der Konzern nun seine Aktivitäten im Bereich Drittanbieter-Logistik.






