Verlader verankern Nachhaltigkeit zunehmend in der Vergabe von Transport- und Logistikaufträgen. Für Speditionen rücken damit die Erwartungen ihrer Auftraggeber stärker in den Fokus. Dabei greifen die Auftraggeber zu sehr unterschiedlichen Instrumenten und setzen unterschiedliche Maßstäbe. Dazu zählen unternehmensinterne Auditmodelle, branchenspezifische Assessments sowie externe Nachhaltigkeitsratings wie EcoVadis. Verlader nutzen diese ergänzend, um Vergabeprozesse zu steuern und Informationen zu gewinnen. Für Transportdienstleister bedeutet das, dass sie sich auf unterschiedliche Bewertungslogiken einstellen müssen.

„Nachhaltigkeitsratings gewinnen für uns an Bedeutung“ Marcus Böhm, Geschäftsführer Böhm Güterverkehr, Hannover
Unabhängige Dienstleister
Diese beruhen zwar nicht auf gesetzlichen Vorgaben, können aber den Zugang zu Ausschreibungen beeinflussen und wirken in bestehende Geschäftsbeziehungen hinein. Im Handelsumfeld zeigt sich dies exemplarisch am Vorgehen der Einzelhandelskette Kaufland. Das Unternehmen berücksichtigt bei der Vergabe von Transportleistungen soziale und ökologische Aspekte. Wie Pascal Siegmund, Leiter SCM International Transport Logistics bei Kaufland, gegenüber trans aktuell erklärt, prüft Kaufland vor einer Beauftragung die Einhaltung grundlegender Compliance-Vorgaben und ergänzt diese durch Social Audits, die von unabhängigen Dienstleistern durchgeführt werden. Kaufland arbeitet dabei mit einem eigenen Auditmodell, das auf logistikrelevante Themen zugeschnitten ist.

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