Neue Kühlmaschine dc90 von Schmitz Cargobull

Transportkältemaschine
Schmitz Cargobull bringt neue S.CU dc90

Die neue S.CU dc90 lässt sich flexibel mit Diesel, ePTO oder Strom betreiben. Telematik und optimierte Technik sollen Effizienz, Transparenz und Uptime im Kühltransport erhöhen.

Schmitz Cargobull bringt neue S.CU dc90
Foto: Schmitz Cargobull

Auch, um den veränderten Bedingungen auf Seiten der Zugfahrzeuge Rechnung zu tragen, hat Schmitz Cargobull eine neue Transportkältemaschine vorgestellt.

Modulares System mit ePTO und neuem Kältemittel

Die S.CU dc90 setzt laut Unternehmensangaben auf ein modulares Baukastensystem. Dieses Umfasse sowohl Diesel- als auch elektrisch betriebene Maschinen. Die neue dc90 lässt sich mit einer Aufnahme für einen ePTO, also einem elektrischen Nebenabtrieb, ausstatten. Zudem arbeitet sie mit dem neuen Kältemittel R454A. Mit diesem habe man das Treibhauspotenzial um 98 Prozent gesenkt.

Telematik sorgt für Transparenz und Uptime

Gleichzeitig bietet Schmitz Cargobull auch via Telematikschnittstelle ein proaktives Monitoring für die Kältemaschine und den Trailer an, um so volle Transparenz zu gewährleisten und die Uptime möglichst zu optimieren.

Ganzheitlicher Ansatz für Kühltransporte

Ralph Kleideiter, CSO, Schmitz Cargobull erklärt: „Im temperaturgeführten Transport hat Zuverlässigkeit oberste Priorität. Unsere Kunden erwarten heute nicht nur einen leistungsfähigen Kühlauflieger, sondern eine nahtlos integrierte Systemlösung für Ihre Transportaufgabe. Deshalb betrachten wir die Kühlkette ganzheitlich und entwickeln unsere Fahrzeuge, Technologien sowie unsere Service- und Telematikangebote konsequent weiter. Nur durch das sichere Beherrschen aller Schnittstellen können wir unseren Kunden dauerhaft höchste Effizienz, größtmögliche Sicherheit und maximale Transparenz im täglichen Transportgeschäft gewährleisten.“

Optimierte Luftführung steigert Kühlleistung

Auch beim neuen S.CU dc90 lassen sich die Klappen wie gehabt weit öffnen. So ist gewährleistet, dass sich Komponenten leicht erreichbar sind – ein Vorteil für die Werkstatt-Mannschaft. Im Maschinenraum habe man die Luftführung optimiert. Obwohl nach wie vor ein Dieselmotor – Common-Rail-Technologie – für den Antrieb sorgt, gewährleiste man damit, dass keine zusätzliche Wärme an den Kondensator gelangt. Das optimiere die Kühlleistung deutlich. Der Kondensator wiederum entlässt die Warmluft seitlich und nach oben. Damit erzeugt das Aggregat hinter der Zugmaschine einen Unterdruck, was wiederum die Frischluftzufuhr unterstütze.

Neue Kompressoren senken Energieverbrauch

Zum Einsatz kommen, auch wegen des neuen Kühlmittels neue Kompressoren, die sich in einem hermetisch abgeriegelten Kühlkreislauf befinden. Für Druck sorgt ein Kolbenkompressor, der mit seinem zugehörigen Elektromotor in einem Gehäuse eingekapselt ist. Mit dem neuen Setup verspricht Schmitz Cargobull eine um bis zu 60 Prozent verbesserte Kühlkapazität und bis zu 10 Prozent weniger Energieverbrauch.

Flexible Stromversorgung für jeden Einsatz

Neben dem Diesel oder dem ePTO kann die Kühlmaschine auch via CEE-Stecker versorgt werden. Hierzu durchläuft das Elektronenhirn an Bord eine entsprechende Kaskade. Vorrang hat der jeweils ökologischste Weg, also zuerst der stationäre Stecker, dann der ePTO und erst als letzte Ebene der Diesel. So lässt sich der Trailer mit dem dc90 also mit jedem in der Flotte verfügbaren Zugfahrzeug betreiben. Aber auch beim Betrieb hinter einem Elektro-Lkw ist der Fahrer nicht zum reinen Betrieb per ePTO verdammt. Falls er merkt, dass die Traktionsbatterie langsam zur Neige geht und er den ganzen Strom für den Antrieb braucht, kann er den ePTO per Knopfdruck deaktivieren. Dann springt automatisch der Diesel im Trailer in die Bresche.

Schmitz Cargobull Marktführer bei Kühltrailern

Schmitz Cargobull ist mit einem Marktanteil von 48 Prozent (Geschäftsjahr 2024/2025) unangefochtener Marktführer im Segment der Kühlauflieger. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen eigenen Angaben zu Folge mit rund 30.000 verkauften Kühltrailern und einem Marktanteil von 50 Prozent in Europa. Ein Viertel dieser Trailer sind mit den hauseigenen Transportkältemaschinen ausgerüstet.