Megawatt-Ladestation für E-Lkw an der Brennerachse

Megawattladen stärkt E-Lkw-Fernverkehr
Megawatt-Ladestation für E-Lkw am Brenner

Megawattladen entlang der Brennerachse: In Südtirol hat die Kostner-Group eine Megawatt-Ladestation für E-Lkw aufgebaut. In 30 bis 40 Minuten fließt hier Strom für mehrere hundert Kilometer.

Die Kostner Group hat ihren Ladepark an der Brennerachse erweitert. Dort ist künftig das sogenannte Mega-Watt-Charging für E-Lkw möglich.
Foto: Kostner Group / Maximilian Goggi

Entlang der Brennerautobahn A22 nimmt der Ausbau der Ladeinfrastruktur für den elektrischen Schwerverkehr weiter Fahrt auf: Kostner Service Stations betreibt in Vahrn eine der leistungsstärksten Megawatt-Ladestationen für E-Lkw in Europa. Der Standort liegt direkt an der Autobahnausfahrt bei Brixen und ist speziell auf die Anforderungen des elektrischen Fernverkehrs ausgelegt.

Megawatt-Ladestation für E-Lkw stärkt Brennerachse

Zum Einsatz kommt ein dezentrales Hochleistungs-Ladesystem von Alpitronic. Die Station verfügt über zwei Ladepunkte mit Combined Charging System (CCS) mit bis zu 600 kW Leistung sowie über einen Ladepunkt mit dem neuen Megawatt Charging System (MCS). MCS ermöglicht Ladeleistungen von bis zu 1.000 kW und gilt als künftiger internationaler Standard für schwere Elektro-Lkw.

Bereits heute können E-Lkw mit Batteriekapazitäten von bis zu 600 kWh in rund 30 bis 40 Minuten Energie für mehrere hundert Kilometer Reichweite laden. Der gesamte Sattelzug findet an der Station Platz – ein Absatteln ist nicht erforderlich.

Fahrerpause wird Ladezeit

Ein entscheidender Vorteil für Speditionen. Denn so kann die gesetzlich vorgeschriebene 45-minütige Fahrerpause genutzt werden, um Energie für mehrere hundert Kilometer nachzuladen. Dadurch entstehen keine zusätzlichen Standzeiten, was den Einsatz von E-Trucks im Fernverkehr wirtschaftlich attraktiver macht.

Die Kostner Group hat ihren Ladepark an der Brennerachse erweitert. Dort ist künftig das sogenannte Mega-Watt-Charging für E-Lkw möglich.
Kostner Group / Maximilian Goggi

Das sogenannte Megawatt-Charging macht E-Lkw deutlich attraktiver, da in 30 bis 40 Minuten Strom für mehrere hundert Kilometer nachgeladen werden kann.

„Gerade entlang der stark befahrenen Brennerroute braucht es für den Gütertransport Lösungen, die ökologisch, praktikabel und wirtschaftlich sind“, sagt Andreas Kostner, CEO der Kostner-Group 1947. Ziel sei es, die Verkehrswende im Schwerverkehr aktiv mitzugestalten.

Vielfältiges Angebot an Ladesäulen

In Vahrn ergänzt die Megawatt-Ladestation den bestehenden Kostner E-CHARGE Ladepark. Dieser umfasst 16 Ladeplätze, darunter Tesla-Supercharger und Alpitronic-Hypercharger, eine leistungsstarke Photovoltaikanlage sowie ein nachhaltiges Licht- und Servicekonzept. Der Standort wurde mehrfach ausgezeichnet und zählt laut internationaler Bewertung zu den weltweit führenden EV-Hubs.