MAN TGX D30 im Test: Verbrauch & Technik

MAN TGX mit D30-Motor im Test
MAN mit neuem Löwen-Herz

Mit dem neuen D30-Antriebsstrang steigt MAN in die nächste Runde im Verbrenner-Einsatz. Kann der neue Diesel der verbrauchskostenoptimierten E-Fraktion erfolgreich Paroli bieten?

MAN mit neuem Löwen-Herz
Foto: owiMedia

Was passiert, wenn man ein Rentier mit einem Löwen kreuzt? Das will vermutlich niemand so genau wissen oder gar sehen. Rein nutzfahrzeugtechnisch ist die Mischung aber seit einem Jahr Realität: Unter dem Fahrerhaus des MAN-Flaggschiffs TGX schlägt ein neues Herz: der D30-Motor. Zwar firmenpolitisch korrekt Traton-Konzernmotor genannt, kann der neue Sechszylinder seine Herkunft von der MAN-Schwester Scania aber nicht verleugnen. Dort tritt der Reihenmotor mit der Bezeichnung Super 13 bereits seit vier Jahren in den schweren Modellen an.

Konzernsynergien bei Traton

Im Hinblick auf das immer wieder herbei beschworene Ende der Verbrenner-Ära und dem stetigen Wunsch nach möglichst vielen Konzernsynergien war den Traton-Herrschern also eine Organspende von Schweden nach Bayern ganz recht. Bei MAN nahm man es sportlich und machte sich daran, den großen Sechszylinder passend fürs eigene Fahrzeugkonzept abzustimmen. Umfangreiche Modifikationen verlangte freilich auch das TGX-Chassis, in das der etwas zu hüftstarke Rumpfmotor der Nordmänner nicht hineinpasste. Also wurde auch am Rahmen getüftelt, gespreizt und verstärkt bis der dicke Brocken nun auch formschlüssig im MAN-Fahrgestell sitzt.

So viel vorab: Auch wenn mit dem eigenen Motorenbau bei den Münchnern auch immer viel Emotion verbunden war, die Herztransplantation ist dank der umfangreichen Überarbeitung des Antriebs durch die MAN-Entwickler voll und ganz geglückt. Der Patient ist quicklebendig und freut sich, mit uns auf Tour zu gehen.

Da bedarf es nicht langer Bitten und Worte. Von außen wie auch im Innenraum bietet der große MAN einen vertrauten Anblick, nicht ohne die eine oder andere Neuheit im Ärmel zu haben. Im Cockpit des mittelhohen GM-Fahrerhauses herrscht gediegene, gutbürgerliche Solidität eines etablierten Oberklasse-Trucks. Hochwertige Materialien, viel Stauraum und praktische Detaillösungen – alles in einem klaren, seriösen Design – lassen auch beim Erstkontakt mit dem großen MAN keine Fragen offen.

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