Die schwedischen Streitkräfte können sich über drei neue Hybrid-Scania für ein Entwicklungsprojekt unter realen Bedingungen freuen. Die Übergabe des ersten Modells erfolgte im Rahmen der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris. Ziel ist es jetzt, die Einsatzmöglichkeiten elektrifizierter Antriebe für militärische Anwendungen zu untersuchen und die Technologie weiterzuentwickeln. Die drei Fahrzeuge werden von Heer, Marine und Luftwaffe erprobt.
Plug-in-Antrieb mit 70 bis 80 km E-Reichweite
Die Hybrid-Lkw verfügen konkret über einen Plug-in-Parallelantrieb, bei dem Verbrennungs- und Elektromotor einzeln oder gemeinsam genutzt werden können. Neben einem geringeren Verbrauch ermöglicht das System auch lautloses Fahren über begrenzte Strecken. Die elektrische Reichweite liegt je nach Einsatzprofil und Beladung laut Scania bei rund 70 bis 80 Kilometern.
Doppelter Nutzen: Hybrid-Truck statt Dieselgenerator
Darüber hinaus können die Fahrzeuge als mobile Energieplattform eingesetzt werden. Mit ihrer 208-kWh-Batterie können sie externe Systeme wie Gefechtsstände, Sensoren oder Kommunikationsanlagen mit Strom versorgen. Im Vergleich zu herkömmlichen Dieselgeneratoren erfolgt die Energieversorgung dabei nahezu geräuschlos, was insbesondere in einsatznahen Bereichen Vorteile bietet.
Klares Ziel: Auf das Projekt folgt die Industrialisierung
Scania sieht in der Hybridtechnologie großes Potenzial für künftige militärische Anwendungen. Das Unternehmen prüft nach eigenen Angaben bereits, die Produktion entsprechender Fahrzeuge zu industrialisieren und die Technologie als festen Bestandteil seines modularen Fahrzeugkonzepts für verschiedene militärische Anforderungen verfügbar zu machen.







