Zugegeben: Bei den Feierlichkeiten, die die amerikanische Eisenbahngesellschaft Union Pacific zum 250. Jahrestag der USA plant, geht es nicht um Trucks – wohl aber um den Güterverkehr mit Dieselmotoren. Gleich zwei neue Dieselloks stellt das Unternehmen eigens für das US-Jubiläum auf die Räder: eine zu Ehren von Präsident Trump, eine als Hommage an die Geschichte des Landes.
Trump-Lok mit US-Flaggen und goldenem Schriftzug
Die Diesellok im Trump-Design ist mit weißer Grundfarbe versehen, trägt riesige US-Flaggen (eine davon mit 13 Sternen, in Erinnerung an die 13 US-Gründungsstaaten) und den Namen des US-Präsidenten in Gold. Außerdem versieht Union Pacific die Maschine mit der Nummer 4547, angelehnt an die 45. und 47. Präsidentschaft von Trump. Die parallel entworfene 250-Jahres-Diesellok kommt im Vergleich unauffällig daher: Sie ist im üblichen Union-Pacific-Gelb lackiert, mit einem "America 250"-Schriftzug versehen und trägt die Nummer 1776. Der naheliegende Hintergrund: Am 4. Juli 1776 – dem Independence Day – wurde die Unabhängigkeitserklärung der Gründungsstaaten der USA von Großbritannien unterzeichnet.
Dieselelektrische Antriebe – mit 4.425 PS
Was die Technik der Jubiläums-Loks angeht, vertraut Union Pacific einmal mehr auf General Electric beziehungsweise das Nachfolgeunternehmen Wabtec. Konkret dürfte es sich um dieselelektrische Loks des Typs ET44AC handeln, die von einem V12-Turbodiesel mit fast 200 Litern Hubraum angetrieben werden und sagenhafte 3.255 kW / 4.425 PS leisten.
Ostküsten-Tour mit Big-Boy-Dampflokomotive
Neben der Produktion der neuen Dieselloks plant Union Pacific aber auch eine Ostküsten-Tour zum Unabhängigkeitstag, die am 4. Juli in Philadelphia enden soll – dem Ort, an dem die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet wurde. Diese Tour soll stilecht angeführt werden von der Big Boy 4014, der laut Union Pacific größten betriebsfähigen Dampflokomotive der Welt.
Auch Lincoln und Bush mit eigener Union-Pacific-Lok
Achtung, Spekulation: Wer nun meint, Union Pacific hat die Trump-Lok als eine Art Geschenk für den amtierenden US-Präsidenten aus der Taufe gehoben, um ihn für die geplante 85-Milliarden-Dollar-Übernahme des Konkurrenten Norfolk Southern milde zu stimmen, der könnte durchaus richtig liegen. Die erste Präsidenten-Lok ist die Trump-Maschine aber nicht: Union Pacific hat bereits eine rote Diesellok zu Ehren von Abraham Lincoln im Programm – dem Präsidenten, der 1862 die Eisenbahngesellschaft gründete. Und: Auch George H. W. Bush wurde die Ehre schon zuteil. Seine Lok hat seinen Leichnam 2018 sogar eigens zu seiner letzten Ruhestätte in Texas transportiert, wo sie heute im George Bush Presidential Library and Museum ausgestellt ist.






