Symposium am 5. März in Duisburg: E-Lkw in der Chemielogistik

Symposium am 5. März in Duisburg
E-Lkw in der Chemielogistik

E-Lkw gelten als Schlüsseltechnologie für nachhaltige Chemietransporte. Ein trans aktuell-Symposium am 5. März 2026 in Duisburg zeigt, was bei ADR, Achslast und Ladeinfrastruktur zu beachten ist und welche Fördermöglichkeiten es gibt.

E-Lkw in der Chemielogistik
Foto: Köppen GmbH

Warum E-Lkw in der Chemielogistik besonders anspruchsvoll sind

Batterieelektrische Antriebe gehören zu den Schlüsseltechnologien für einen nachhaltigen Transport, künftig auch in der Chemielogistik. Noch steht der Einsatz dort aber ganz am Anfang, nicht zuletzt wegen des Themas ADR. Welche Entwicklung hier zu erwarten ist, was beim Einsatz der Fahrzeuge zu beachten ist und welche Möglichkeiten Speditionen und Logistikdienstleister haben, um ihren Kunden damit eine neue, nachhaltige Transportleistung anzubieten, darüber informiert das trans aktuell-Symposium „E-Mobilität in der Chemielogistik – mit Sicherheit elektrisch“ am Donnerstag, 5. März 2026 in Duisburg.

Praxisbericht: Köppen und der Einstieg in die Elektromobilität

Mit-Gastgeber der Veranstaltung im Landschaftspark Nord in Duisburg ist der Chemielogistiker Köppen. Unternehmer Jochen Köppen berichtet über den Weg seines Unternehmens in die E-Mobilität und die Reaktionen und Wünsche der verlandenden Wirtschaft. Nah dran an dem Thema ist auch Marcus Hover, stellvertretender Hauptgeschäftsführer Wirtschaft und Kommunikation beim Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) in Düsseldorf. In einem Impulsvortrag wird er eruieren, was die Logistik zu Antriebswende braucht und welche Chancen und Herausforderung mit der Elektromobilität verbunden sind.

Technik im Fokus: Achslast, Trailer und Batteriesicherheit

Zu den Herausforderungen gehört sich auch das Thema Achslast, denn E-Lkw haben eine ganze andere Belastung auf der Antriebsachse. Eine Lösung stellt Matthias Muffert, Leiter Produktmanagement Produktlinie General Cargo beim Trailerhersteller Schmitz Cargobull vor: „E-Zugmaschinen. Neue Möglichkeiten. Neue Herausforderungen“, lautet sein Vortragstitel. Und mit Achim DeMattio, Project Manager Sales – New MAN eTruck bei MAN Truck & Bus ist auch der Vertreter eines OEM vor Ort, der unter anderem auch zum Thema Fahrzeug- und Batteriesicherheit informieren wird.

Förderung und Netzwerke in NRW

Dekarbonisierung des Fuhrparks – für viele auch wegen der notwendigen Investitionen nicht einfach umzusetzen. Das Land NRW bietet allergings speziell für Lkw-Flotten entsprechende Fördermaßnahmen, um auch die eigenen Klimaziele umzusetzen. Unter der Überschrift „Förderung. Vernetzung. Umsetzung: E-Trucks.NRW/HyTrucks.NRW“ zeigt Matthias Mecklenbeck, Projektmanager Mobilität bei der Landesagentur NRW.Energy4Climate auf, welche Möglichkeiten das Land den Unternehmen anbietet.

Sicherheit und Energiemanagement als Wettbewerbsfaktor

Die grüne Transformation in der Chemielogistik ist auch mit Unsicherheit verbunden, wenn es um das Thema Laden geht – insbesondere auch, wenn es um den Standort Chempark geht. Zwei Experten schaffen hier mit einem gemeinsamen Vortrag Klarheit: Raphael Schmitz, Lead Technical Due Dilligence bei der P3-Group aus Stuttgart und Sebastian Gieschen, Partner bei P3 Digital Services, informieren über „Sicherheit und Energieinfrastruktur als Wettbewerbsvorteil“.

Best Practice: Fernverkehr elektrisch gedacht

Und natürlich dürfen auch Best Practice-Beispiel nicht fehlen, etwa von dem Osnabrücker Unternehmen Koch International. Geschäftsführer Ingmar Reisige hat entsprechende Kundenprojekte bereits umgesetzt er berichtet aus seiner Sicht über „Fernverkehr elektrisch gedacht: Herausforderungen, Lösungen und ganz viel Praxis“ – Erfahrung zum Mitnehmen also.

Risiko oder Geschäftsmodell? Die Abschlussdiskussion

Aber nicht für alle ist der E-Lkw die ultimative Lösung, oder zumindest noch nicht für die nahe Zukunft. Ist der E-Lkw in der Chemielogistik also eher ein Risiko oder ein neues Geschäftsmodell für Spediteure und Logistiker? – zu der Frage diskutiert, zusammen mit dem Publikum, eine Gesprächsrund aus Jochen Köppen, Raphael Schmitz und Sebastian Gieschen Marcus Hover sowie Spediteur Michael Schaaf von Bay Logistik aus Waiblingen, der in der Chemielogistik auf einen ganz anderen Verkehrsträger setzt.

Direkt zur Anmeldung: veranstaltung.etm.de/