Sanierung von DB Cargo: 6.000 Stellen betroffen

Sanierung von DB Cargo
6.000 Stellen betroffen

Die Aufsichtsräte von DB Cargo und Deutscher Bahn unterstützen den Sanierungsplan der Güterverkehrstochter. Rund 6.000 Stellen sollen entfallen, um das Unternehmen langfristig profitabel auszurichten.

6.000 Stellen betroffen
Foto: DB AG/Volker Emersleben

Die Gremien von DB Cargo und Deutscher Bahn haben den eingeschlagenen des Restrukturierungsweg der DB-Güterverkehrstochter bestätigt. Externe Gutachter sehen demnach Potenzial für eine grundlegende Erneuerung des Unternehmens.

Ausrichtung auf europäische Wachstumsmärkte

Ziel ist eine stärkere Fokussierung auf profitable Marktsegmente, verschlankte Strukturen und nachhaltige Wirtschaftlichkeit. Dabei richtet sich der Konzern nach dem Sanierungsprogramm S3 – Infrastruktur, Betrieb und Wirtschaftlichkeit. Der Sanierungsplan sieht bis 2027 sieht den konzernweiten Abbau von 10.000 Vollzeitstellen vor - durch "Standardisieren, Automatisieren und Digitalisieren".

6.000 Stellen sollen entfallen

Rund 6.000 Arbeitsplätze sollen bei DB Cargo entfallen. Die Umsetzung soll sozialverträglich erfolgen.

EU-Wettbewerbsverfahren als Rahmenbedingung

Mit dem Sanierungskonzept will DB Cargo auch den Anforderungen eines EU-Wettbewerbsverfahrens gerecht werden: Denn DB Cargo muss spätestens bis Ende 2026 profitabel werden, um die Auflagen der EU-Kommission zu erfüllen. Zeitgleich will DB Cargo auch langfristig ein zuverlässiger Logistikpartner für die europäische Wirtschaft und Industrie sein.

Verhandlungen stehen bevor

Nach finaler Entscheidung beginnen Gespräche mit der Interessenvertretung über konkrete Betriebskonzepte und einzelnen regionalen Standorte.

Weitere Maßnahmen für Profitabilität

Um bis Ende 2026 wirtschaftlich profitabel zu werden, hat DB Cargo im Rahmen seines Sanierungsprogrammes im ersten Halbjahr 2025 einen zentralen Schritt in seiner Transformation umgesetzt und beispielsweise eine kundenorientierte Struktur mit unternehmerischer Verantwortung eingeführt. Jede Einheit trägt damit unternehmerische Verantwortung. Weitere Maßnahmen sind die Überarbeitung von Betriebsbildern, die Einstellung unrentabler Verkehre, eine höhere Auslastung, gezielte Preisanpassungen sowie die Einführung effizienter Direktzugkonzepte.

Weniger Transportvolumen im ersten Halbjahr

Im Jahr 2025 transportierte DB Cargo im ersten Halbjahr rund 83 Millionen Tonnen Güter oder zehn Prozent weniger Güter als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz der Güterverkehrssparte sank in dem Zeitraum um rund neun Prozent auf 2,5 Milliarden Euro (im ersten Halbjahr 2024: 2,8 Milliarden Euro). Nach Konzernangaben verbesserte DB Cargo aber sein operative Ergebnis in den ersten sechs Monaten 2025 um 165 Millionen Euro auf minus 96 Millionen Euro.