MB Trucks-CEO Puchert im Interview: „Regulierung und Realität müssen zusammenpassen“

MB Trucks-CEO Puchert im Interview
"Regulierung und Realität müssen zusammenpassen"

Mercedes-Benz Trucks-CEO Achim Puchert über Europas Stand bei der Dekarbonisierung, den Wettbewerb aus China, Wasserstoff als zweite Säule neben batterieelektrischen Antrieben und die Daimler Truck-Neuheiten zur IAA.

"Regulierung und Realität müssen zusammenpassen"
Foto: Daimler Truck
Herr Puchert, mit welchen Erwartungen fahren Sie zur IAA?

Puchert: Für mich wird es eine besondere IAA, weil es meine erste als CEO von Mercedes-Benz Trucks ist. Gleichzeitig feiern wir ein Jubiläum: Vor 130 Jahren hat Gottlieb Daimler den Lkw erfunden und damit praktisch über Nacht eine völlig neue Industrie begründet. Und natürlich nutzen wir die IAA wie schon in den vergangenen Jahrzehnten, um unseren Kunden die Technologien und Lösungen zu zeigen, mit denen sie ihr Geschäft heute und in Zukunft erfolgreich betreiben können.

Was gibt es Neues?

Eines unserer Highlights ist die Erweiterung unseres batterieelektrischen Portfolios. Wir bauen unser Angebot in diesem Bereich konsequent aus. Die jüngste Ergänzung ist der Mercedes-Benz eActros Lowliner, mit dem wir künftig auch volumenstarke Anwendungen im Fernverkehr abdecken. Auf der IAA präsentieren wir außerdem die nächste Generation unserer Dieselmotoren und ein Jubiläumsmodell unter dem Motto "Legacy meets Passion". Sowie natürlich zahlreiche neue Angebote im Service- und Finanzierungsbereich.

Daimler Truck

Erstes Teaserbild: Unter dem Motto "Legacy meets Passion" wird Mercedes-Benz Trucks zur IAA im September ein neues Sondermodell des Actros präsentieren.

Sie haben den eActros Lowliner erwähnt. Gleichzeitig stellen Sie dieser Tage auch den eArocs 400 vor. Welche Bedeutung haben diese beiden Modelle jeweils für den Markt?

Der Lowliner erweitert unser Portfolio um den Volumentransport. Bestellt werden kann er ab dem dritten Quartal 2026, die Produktion startet im zweiten Quartal 2027 in Wörth. Er basiert technisch auf dem eActros 600, mit dem wir bei einem Marktanteil von über 30 Prozent Marktführer im mittleren und schweren europäischen E-Lkw-Segment sind. Natürlich ist das Lowliner-Segment kleiner als der klassische Fernverkehr. Trotzdem ist der Lowliner eine wichtige Ergänzung unseres Portfolios. Dasselbe gilt für den eArocs im Bauverkehr oder den eActros 400 im Verteilerverkehr. Für uns geht es darum, Schritt für Schritt möglichst viele Einsatzbereiche elektrifizieren zu können – vom Verteilerverkehr über den Bau bis zum Volumentransport.

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