Kopperation bei Ladehub: Kaufland und Milence gehen besondere Partnerschaft ein

Kopperation bei Ladehub
Kaufland und Milence gehen besondere Partnerschaft ein

Kaufland setzt in der Filiallogistik stärker auf E-Lkw und kooperiert dafür mit Milence. In Barsinghausen nutzen die E-Lkw von Kaufland deren öffentliche Ladeinfrastruktur. Das hat besondere Vorteile für das Handelsunternehmen.

Milence, Venlo, Ladestation
Foto: Milence

In Sachen Nachhaltigkeit in der Logistik geht das Handelsunternehmen Kaufland eine Kooperation mit dem Ladestationsbetreiber Milence ein. Im zweiten Quartal dieses Jahres will Milence in unmittelbarer Nähe des Kaufland-Verteilzentrums im niedersächsischen Barsinghausen einen Ladepunkt eröffnen.

Use Case: Filialbelieferung mit E-Lkw

Seit 2024 beliefern drei E-Lkw von Barsinghausen aus Kaufland-Filialen im Raum Hannover, aufgeladen wurden sie bislang über zwei mobile Ladeeinheiten. Im Rahmen der neuen Partnerschaft können die Lkw künftig in unmittelbarer Nähe zum Verteilzentrum am Milence-Ladehub aufgeladen werden, an dem zunächst vier 400-kW-Ladesäulen zur Verfügung stehen.

Lkw nutzen öffentliche Ladeinfrastruktur

Mit der Möglichkeit, die öffentliche Ladeinfrastruktur zu nutzen, will Kaufland in Barsinghausen sechs weitere E-Lkw in den Einsatz bringen. "Die vier Ladestationen ermöglichen nun den verstärkten Einsatz von E-Lkw mit größerer Reichweite, sodass auch weiter entfernte Filialen in Norddeutschland von Barsinghausen aus beliefert werden können", so das Unternehmen, das mehr als 1.600 Filialen in acht Ländern betreibt.

CO₂e-Bilanz: Einsparung von 700 Tonnen pro Jahr

Seit Beginn der Filialbelieferung mit Elektro-Lkw Ende 2023 hat Kaufland Logistics demnach bereits mehr als 1,5 Millionen Kilometer elektrisch zurückgelegt. Mit den bald neun E-Lkw sollen, unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Nutzlast, rund 700 Tonnen CO₂e pro Jahr eingespart werden.

Damit leisten die Fahrzeuge, die zu 100 Prozent zertifizierten Ökostrom laden, einen wichtigen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen von Kaufland. „Wir wollen unsere Logistik bei Kaufland nachhaltig und zukunftsorientiert aufstellen. Dafür setzen wir auf starke Allianzen. Diese Partnerschaft zwischen Kaufland und Milence ist im Lebensmitteleinzelhandel bisher einmalig und eröffnet uns die Möglichkeit, auch an weiteren Standorten die notwendige Ladeinfrastruktur auszubauen. Mit Milence können wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur CO₂-Reduktion in der Logistik leisten“, sagt Pascal Siegmund, Leiter SCM International Transport Logistics bei Kaufland.

Priorisierung am Ladehub stärkt TCO und Markthochlauf

Laut Milence, ein Joint Venture der Fahrzeughersteller Traton, Daimler Truck und Volvo Group, bedient der Standort Barsinghausen den strategischen Korridor zwischen Westeuropa und dem Ruhrgebiet mit Berlin und Polen. Die Ladestation in Barsinghausen befinde sich direkt neben dem Kaufland-Lager. Sie soll schrittweise auch um Megawatt-Ladepunkte erweitert, wenn die Zahl der E-Lkw steigt. Besonderheit der Partnerschaft: Kaufland kann als Premium-Kunde von Milence seine E-Lkw priorisiert laden.

„Unsere Partnerschaft mit Kaufland zeigt, wie Frachteinkäufer die Elektrifizierung von Lkw beschleunigen können, indem sie die Nachfrage bündeln und ihren großen und kleinen Transportpartnern die ersten Schritte zur Elektrifizierung ihrer Flotte ermöglichen“, sagt Tobias Prenzel, Business Development and Partnership Lead bei Milence. „Durch die Sicherung TCO-freundlicher Konditionen ist Kaufland ein Vorreiter in seiner Branche und trägt dazu bei, die Risiken einer frühen Umstellung zu verringern und Vertrauen in den Wandel aufzubauen.

Milence für weitere Partnerschaften bereit

Die Nachfragesicherung durch die regionale Lebensmittellogistik zeige, wie die Milence-Ladezentren sowohl den Fernverkehr als auch den regionalen Güterverkehr unterstützen. Milence plant demnach, den Ansatz mit weiteren Partnern in ganz Europa zu verfolgen.