Nikolja Grabowski: Lange Zeit lagen wir bei einem relativ stabilen Anteil der Dieselkosten an den Gesamtkosten von rund 30 Prozent. Aufgrund der allgemeinen Teuerung in den Bereichen Personal, Verwaltung, Versicherung und so weiter lagen wir zuletzt nur noch bei etwa 25 Prozent. Durch den sprunghaften Anstieg der Dieselkosten sind es jetzt wohl wieder 30 Prozent.
Allein in den letzten beiden Wochen sprechen wir von 20 bis 25 Prozent.

Nikolja Grabowski schlägt für Diesel-Floater eine wöchentliche Anpassung vor.
Es werden leider unterschiedlichste Basiswerte verwendet. Daher lässt sich dazu keine allgemeine Aussage treffen. Logischerweise muss die Basis eine wöchentliche Aktualisierung der Durchschnittswerte ausweisen. In den meisten Fällen ist das gegeben und kann daher weiterhin genutzt werden
Wir sind dazu bereits im Austausch und unsere eigenen Verbände sind auch schon aktiv. Eine Empfehlung müsste jedoch aus den jeweiligen Industrie- und Handelsverbänden kommen. Letztlich liegt diese Anpassung aber im Interesse aller Beteiligten. Niemand möchte die (eigenen) Lieferketten gefährden.
Das hat in der Tat häufig mit eigenen starren Strukturen und dem Selbstverständnis zu tun. Es gibt aber auch positive Beispiele, bei denen Großverlader die drohenden Auswirkungen auf ihr Geschäft erkannt haben und sich flexibel für Anpassungen gezeigt haben. Wir sprechen demnach offensichtlich nicht von „Gott-gegebenen“ Grenzen.
In der Tat gibt es hier teilweise ähnliche Mechanismen, bei denen die Gaspreise für einen Floater (mit kalkuliertem Abstand) an den Dieselpreis gekoppelt wurden. Die Gaspreise sind bisweilen sogar noch stärker gestiegen – was übrigens auch den tagesaktuellen Börsen-Strompreis negativ beeinflusst. Wer demnach bereits mit E-Lkw unterwegs ist, hat hoffentlich eine eigene PV-Anlage in das Konzept eingebunden.
Zur Person
- Nikolja Grabowski ist seit 2021 Vorstand der Ladungskooperation ELVIS mit Sitz in Alzenau.
- Er ist seit 2017 für das Netzwerk tätig.




